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Spahni kreiert erstes Foto-Kunstblatt

Das erste Mal hat ein Fotograf das Kunstblatt des Thuner Kadettenvereins realisiert: Diese Ehre erhielt der Thuner Fotograf Patric Spahni. Dieser hüllte den Fulehung auf seinem Bild in eine mystische Umgebung im Morgengrauen.

In der Dunkelheit der Nacht taucht er auf, im Nebel der frühen Morgenstunden von einer mystischen Atmosphäre umhüllt und in der Nähe des Schlosses: der Fulehung. Mit genau dieser Vorstellung hat der Thuner Fotograf Patric Spahni den Thuner Narr fotografiert. Im Frühsommer bot er ihn in Uniform und Maske auf, nahm die Nebelmaschine, Blitzanlage und seine Fotoausrüstung mit und installierte alles Material und positionierte seinen Protagonisten auf der Schlosstreppe und in der Quergasse am Hang, der «Holen Mäz». Der Grund: Erstmals in der Geschichte des Kunstblatts des Thuner Kadettenvereins (TKV) ist es kein gemaltes oder gezeichnetes Bild. Sondern, das 18.TKV-Kunstblatt für den Ausschiesset 2010 ist ein Bild von einem Fotografen. TT-Fotograf erhielt die Ehre «Dass ich das 18. Kunstblatt realisieren durfte, ist natürlich eine grosse Ehre», freut sich Patric Spahni über diesen speziellen Auftrag. Er sei in Thun aufgewachsen und fotografiere den Ausschiesset seit über zehn Jahren fürs «Thuner Tagblatt». «Dementsprechend habe ich eine starke Beziehung zum Fulehung und seinem Treiben», erzählt der 41-Jährige, der allerdings selber kein Kadett gewesen war. «Ich musste damals zwischen Kadetten und Fussball wählen – und entschied mich für das Fussballspielen im Club», erklärte der ehemalige und langjährige FC-Lerchenfeld- und FC-Thun-Stürmer. Als der Galerist Markus Hodler Patric Spahni im Frühjahr kontaktierte und anfragte, musste der TT-Fotoreporter nicht lange überlegen: «Ich wollte nicht nur einfach ein Porträt des Fulehungs ablichten, sondern sah sofort das Bild von ihm vor mir, wie er, etwas mystisch und bei Nacht und Nebel im Morgengrauen, beim Schloss auftaucht.» So, wie die Stimmung jeweils am Auschiesset-Montag auf dem Rathausplatz morgens um fünf Uhr sei, wenn der mit Menschenmassen gefüllte Platz auf den Narr warte. Nicht Fotoshop-verfremdet Das 18. TKV-Kunstblatt ist zwar «nur» eine Fotografie, jedoch original inszeniert und 1:1 abgelichtet: «Ich habe nichts verfremdet», betont Patric Spahni. Schliesslich sei sein Beruf Fotograf und nicht Photoshop-Künstler. «Einzig die Umwandlung vom farbigen Original zum Schwarz-Weiss-Effekt habe ich im Photoshop-Programm vorgenommen.» Das Ergebnis ist ein gelungenes und ausdrucksstarkes Bild des Fulehungs, das ab Samstag, 25.September, in der Galerie Hodler an der Frutigenstrasse in Thun erhältlich und im Schaufenster ausgestellt ist. Spahni und der Fulehung Markus Hodler, der zum vierten Mal das TKV-Kunstblatt ausstellt und verkauft und nach der letztjährigen Fulehündin zum zweiten Mal die Idee zum Sujet gegeben und umgesetzt hat, ist mit dem Resultat mehr als zufrieden. «Ich wollte ein Kunstblatt mit einem Fulehung in Aktion – und da kam ich sofort auf Patric Spahni, der ihm in seiner umtriebigen und quirligen Art ähnlich ist», erinnert sich Hodler. Und weil sich der echte Fulehung nur fotografisch darstellen lasse, sei das 18. TKV-Kunstblatt nun erstmals ein Bild von einem Fotografen. «Doch nur ein Bier» Beide Männer erinnern sich an eine kleine Anekdote. «Während der Fotoarbeiten im April trafen Jugendliche auf uns», erzählt Spahni. Sie seien erschrocken, und eine Frau habe zu den anderen gerufen: «Sehe ich richtig! Der Fulehung! Jetzt!? Ich habe doch nur ein Bier getrunken.» Franziska Streun Sonderausstellung mit einer Auswahl an Raritäten von TKV-Kunstblättern in der Galerie Hodler, Frutigenstrasse 46 A, Thun, vom 21.September bis 2.Oktober; mit Sonderdrucken von Kunstblättern aus den Jahren 1990 bis 2009. Das 18. TKV-Kunstblatt von Patric Spahni wird ab 25.September ins Schaufenster ausgestellt (zu kaufen: 100 Stück à 200 Franken).>

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