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Spiel mit jugendlichem Elan

Für ein eindringliches,

Auf expressive Weise gelang es den rund 30 Mitgliedern des Jugendsinfonieorchesters Arabesque und den 40 Musikern (-innen) des Thuner Stadtorchesters unter der präzis führenden Leitung von Laurent Gendre, das Adagio in der Thuner Stadtkirche zu Gehör zu bringen. Eindrücklich wirkte die rezitativisch freie, von Ferne an Tristan und Isolde erinnernde Linie der Bratschen, dessen einstimmige Melodie immer wieder auftauchte. Leiser, warmer Melodie folgte steigernd dichte Polyfonie, zwei Themen, die sich allmählich ineinander verwoben und in zart hauchendem Piano als ruhende Pole verebbten. Nach einem gewaltigem Choral aus rauschender Tiefe steigend, türmte sich ein dissonanter, in Terzen aufschichtender Neuntonakkord auf, der mit schmerzhaftem Gebilde, wie ein Aufschrei, einen Blick ins Jenseits gewährte. In Flageoletts klang das Werk zauberhaft verklärt aus. Viele Farbtupfer Vor dem Hintergrund einer unerwiderten Liebe hatte Mahler die Idee zu dem ersten Liederzyklus, den er zwischen 1884 und 1885 komponierte. Die Bassbariton-Stimme übernahm die Mezzosopranistin Claude Eichenberger. Eindrücklich gestaltete sie zusammen mit dem Orchester die Gedanken eines Gesellen auf Wanderschaft, der eine unglückliche Liebschaft verarbeitet. Zwei gegensätzliche Welten, die reale und die Traumwelt, kamen in der feinfühligen fundierten Stimmführung und mit deutlicher Aussprache gut zum Ausdruck. Stimme und Instrumente fügten sich zu Farbtupfern in das mit aus Schlagwerk und Harfe erweiterte Orchester. Für die erweiterte Besetzung eignete sich Beethovens Sinfonie Nr.7 in A-Dur. Sie bil-dete in der Thuner Stadtkirche ei-nen triumphalen Abschluss des 1.Sinfoniekonzerts. Der Beginn sprühte von Jubel und tänzerischem Elan. Von der ersten Note an wurde der zweite Satz vom Rhythmus bestimmt. Lebhaft und in stürmischem Charakter endete das freudige Zusammenspiel, welchem fast nicht enden wollender Applaus folgte. Heidy Mumenthaler>

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