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Sportlektion mit dem OL-Star

Wie es ist, für einmal eine Weltklasse-Sportlerin als Turnlehrerin zu haben, erlebten gestern drei Klassen des Burgdorfer LindenfeldSchulhauses: OL-Star Simone Niggli-Luder war gekommen, um die Freude an ihrer Sportart zu wecken.

Eine ganze Traube Schulkinder blickt vom Pausenplatz des Burgdorfer Lindenfeld-Schulhauses durch die grossen Fenster hinunter in die Turnhalle. Hier läuft gerade eine Sportlektion. Was gibt es da zu gucken? Einiges – denn die junge Frau, die die Lektion hält, ist eine Berühmtheit: Simone Niggli-Luder, 17-fache Weltmeisterin im Orientierungslauf und noch immer von Sieg zu Sieg laufend, ist gekommen, um an diesem Morgen gestaffelt drei Mehrjahrgangsklassen sportlich zu unterweisen. Sie tut dies auf Einladung des Quartiervereins Steinhof, des Bahnhoftreffs Steinhof und des Vereins Simone’s Gold Sprint. «Sehr oft arbeite ich nicht mit Schulkindern zusammen, in der Saison komme ich sowieso kaum dazu», sagt sie gegenüber dieser Zeitung. Und lacht dann fröhlich: «Ich freue mich aber, heute hier sein zu können und wieder einmal Schulluft zu schnuppern.» Für sie ist es ein Heimspiel, ist sie doch in Burgdorf aufgewachsen. Der Vater als Assistent Während sie die Utensilien für die Lektion bereitstellt, laufen sich die Schülerinnen und Schüler ein. Simone Niggli-Luder hat sich zum Assistenten ihren Vater erkoren, der das Einlaufen sichtlich routiniert leitet. Kein Wunder: Der seit zwei Jahren pensionierte Andreas Luder war von Beruf Sekundarlehrer, ist es also gewohnt, vor Schulklassen zu stehen. Nun aber ist seine Tochter an der Reihe. Sie erklärt den Jugendlichen den ersten Posten: Hier geht es darum, stafettenmässig zu rennen und Bälle zu werfen; wer in den Korb trifft, kann einen der ausgelegten Papierschnipsel nehmen. Zuletzt werden die Stücke gruppenweise zu einer OL-Karte zusammengesetzt. Simone Niggli-Luder hat sich, wie sie sagt, vorgenommen, den Kindern auf spielerische Weise den OL näherzubringen. «Es sollte möglichst Spass machen.» Die Rechnung scheint aufzugehen: Die Kinder sind mit Elan bei der Sache, denn erstens kann man nicht alle Tage mit einer der populärsten Sportlerinnen der Schweiz turnen, zudem scheint ihnen auch die Materie selber zu behagen. Engagiert sind sie jedenfalls auch dabei, als es darum geht, eine OL-Karte aufmerksam zu studieren und verschiedene Posten von der einen auf die andere Karte zu übertragen. OL durch die Halle Zum krönenden Abschluss der Turnstunde mit Simone Niggli-Luder steht ein kleiner Hallen-OL auf dem Programm – mit elektronischen Posten wie bei einem richtigen Wettkampf. Nach dem Lauf kontrolliert die Weltmeisterin auf den abgelieferten Sticks die Resultate. «Du hast einen Posten ausgelassen, vielleicht suchst du ihn noch rasch», sagt sie zu einem Jungen, und zu einem Mädchen: «Aha, 2 Minuten 17, sehr gut.» Zuletzt gibt es Autogrammkarten für jene, die wollen – was sich natürlich niemand entgehen lässt –, und einen Händedruck für jedes Kind zum Abschied. Und, hat es Spass gemacht? «Es war cool, sie hat es wirklich gut gemacht», lobt der Schüler Alexander Bär, der eine Lektion früher dabei war, und seine Kollegin Lea Käser ergänzt: «Ich finde es toll, dass diese berühmte Frau heute zu uns gekommen ist.» Hans Herrmann>

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