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Stefan Wyss geht: Wird das Haus mit der Drogerie verkauft?

Aeschi Die Drogerie ist noch bis Ende September offen. Stefan Wyss hat in Aeschi keine passende Lösung gefunden und übernimmt ein Geschäft im Emmental. Ob das Haus an der Dorfstrasse verkauft oder ein neuer Mieter für Geschäft und Wohnung gefunden wird, ist unklar.

Das Geschäft an der Dorfstrasse im Zentrum von Aeschi läuft gut und besonders jetzt tauchen viele Kunden auf und diskutieren mit dem Inhaber der Drogerie über die Gründe für seinen Wegzug. Eine Besucherin meinte: «Das ist aber schade.» In einem Flugblatt hat Stefan Wyss die Bevölkerung von der Entscheidung über die Aufgabe seines Betriebs in Aeschi per Ende September orientiert und darin betont, dass er für die Beantwortung von Fragen und für Gespräche gerne zur Verfügung steht. 35 Jahre lang haben Bernhard Strahm und seit April 2000 Stefan Wyss die Drogerie geführt, zusammen 46 Jahre lang. Bis jetzt ist noch kein Nachfolger in Sicht. Für Aeschi wäre der Verlust des Angebots in der Drogerie bedauerlich, aber direkt habe sich die Gemeinde nicht mit der Angelegenheit befasst, äussert sich der Gemeindepräsident Kurt von Känel auf Anfrage. Mehr Platz Der initiative Drogist Stefan Wyss stellt selber Kosmetika und Heilmittel her. Das neueste Produkt ist ein Kräuterduschgel. Es heisst Frühlingserwachen, hat ätherische Öle aus Lemon Grass, Rosmarin und Pfefferminze drin und ist derzeit für zehn Franken erhältlich. Wyss tüftelt gerne, fabriziert und mischt naturnahe Kosmetika und Heilmittel. Er hat für die Jungfrauregion Duschgel entwickelt, das in drei kleinen Flaschen und verziert mit Bildern jedes Gipfels des Dreigestirns auch an Touristen verkauft wird. Aber auch sonst stellt er in Lohnherstellung Produkte her, die anderswo verkauft werden. Für die Produktion von Kosmetika und Heilmitteln wie Wallwurz-Arnika-Gel braucht er mehr Platz und auch die Verkaufsfläche bezeichnet er als zu klein. Im Gespräch mit den Vermietern fand er keine befriedigende Lösung. «Verkaufspreis zu hoch» Er müsste selber viel Geld investieren. «Das will ich aber nicht, mein Geld in ein Mietobjekt investieren. Auch ein Kauf kam in Frage, der Verkaufspreis der Besitzer war für mich massiv zu hoch, denn es besteht ein grosser Sanierungsbedarf auch für die Wohnung, erklärt Wyss, der mit seiner Frau Tanja und dem Söhnchen Pascal im Geschäftshaus wohnt. Neu in Zollbrück Nachdem er in Aeschi mehrere Möglichkeiten geprüft hat und sich kein geeigneter, neuer Standort finden liess, hat er den Radius erweitert und in Zollbrück einen neuen Wirkungskreis gefunden. Die Wohnung im Geschäftshaus in Aeschi wurde ihm gekündigt. Er wird Ende Juni nach Rüederswil zügeln und bis zur Geschäftsschliessung Ende September nach Aeschi zur Arbeit pendeln. Schwierig werde es für die drei in Teilzeit angestellten Drogistinnen und die beiden Lernenden, bedauert Wyss. In Zollbrück ist der Laden doppelt so gross, hat höhere Frequenzen und genügend Platz für Produktions-, Labor- und Büroräume. Keine Angaben Rudolf Luginbühl aus Niederscherli, der mit seinem Bruder Hans das Elternhaus in Aeschi verwaltet, wollte auf Anfrage keine näheren Angaben machen. Er bestätigte am Telefon nur, dass Stefan Wyss das Geschäft ein Jahr vor dem Wegzug gekündigt habe, wie es im Vertrag vereinbart war. Die Besitzer halten sich alle Optionen offen, sowohl einen Verkauf der Liegenschaft, als auch einen neuen Mieter, sei dies ein Drogist oder ein anderer Interessent. Doch eine Lösung in Sicht? Aber wer weiss, vielleicht zeigt sich doch noch eine Lösung, die positiv ist für Aeschi und die Anwohner – damit alle Bereiche des täglichen Bedarfs wie bisher, vom Lebensmittelgeschäft, von der Bäckerei, Metzgerei, Milchhandlung und dem Dienstleistungsangebot wie Banken und der Post im Dorf und auch einer Drogerie abgedeckt sind. Rösi ReichenÖffnungszeiten Drogerie Wyss Aeschi bis am 30. September: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag 8 bis 12 und 14 bis 18.30 Uhr. Samstag 8 bis 12 und 13.30 bis 16 Uhr. Am Donnerstag ist das Geschäft den ganzen Tag geschlossen. Infos: www. wydrog.ch >

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