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Suche nach alternativen Startplätzen geht weiter

BeatenbergDer Gleitschirmstartplatz im Gebiet Amisbühl steht wieder vor einer ungewissen Zukunft. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hat entschieden, dass die Suche nach Alternativen bislang unzureichend war.

Die zuständigen Behörden sind ihrer Prüfungspflicht nicht angemessen nachgekommen. Zu diesem Schluss kommt das Verwaltungsgericht des Kantons Bern in Bezug auf die Erteilung einer nachträglichen Baubewilligung für den Gleitschirmstartplatz im Gebiet Amisbühl. Konkret wirft das Gericht dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) sowie der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) des Kantons vor, sie hätten im Rahmen der Prüfung der Alternativstandorte die Parteibehauptungen der Paragliding Interlaken GmbH unbesehen übernommen und auf weitere Sachverhaltsabklärungen verzichtet. Damit folgt das Gericht der Beschwerde, die eine Handvoll Anwohner des Startplatzes auf den Weg gebracht hatten, die schon in der Vergangenheit gegen den Startplatz Amisbühl gekämpft und Beschwerden eingereicht hatten. Die Beschwerde richtete sich gegen eine Entscheidung der BVE vom März 2010, das eine nachträglich erteilte Baubewilligung bestätigt hatte. Die Gemeinde Beatenberg hatte eine Ausnahmebewilligung für den Gleitschirmstartplatz erteilt, das AGR dieses Vorgehen gutgeheissen. Die Behörden beriefen sich jeweils auf den Bericht der Paragliding Interlaken GmbH, die den Startplatz Amisbühl benutzt und eine nachträgliche Baubewilligung beantragt hatte. Das Unternehmen hatte drei alternative Startplätze in Beatenberg an den Standorten Howald/Bergstation Skilift, Niederhorn Bereich Bergstation Luftseilbahn und im Dorf oberhalb des Tennisplatzes geprüft und für ungeeignet befunden. Abklärungen nachholen Es sei «unvereinbar mit dem massgeblichen Untersuchungsgrundsatz, wonach Behörden den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen richtig und vollständig abzuklären haben», heisst es in der Urteilsbegründung. Und weiter: «Diese unterbliebene Abklärung müssen die Behörden nun nachholen.» Claudius Jezella>

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