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SVP-Politiker verkauft Land für Moschee

Eine Glaubensgemeinschaft plant in Grenchen eine Moschee. Das Bauland verkauft hat SVP-Gemeinderat Ivo von Büren.

Auf dem unbebauten Grundstück östlich von Otto's Warenposten in Grenchen will die albanisch-islamische Glaubensgemeinschaft bauen. Geplant ist ein Kulturzentrum mit integrierter Moschee. Das Land dafür hat Vereinsmitglied Isa Ismaili mit seinem Vater erworben. «Es soll ein Treffpunkt zum Beten, aber auch für die Jugendlichen werden», sagt Ismaili zum Projekt.

Heinz Müller, Grenchner Gemeinderat und Präsident der SVP Kanton Solothurn, ist vom Vorhaben nicht begeistert. «Würden sie ein Minarett planen, liefen wir dagegen Sturm. Aber bei diesem Vorhaben ist das sinnlos.»

Er sei getäuscht worden

Ein Blick ins Amtsblatt bringt ein brisantes Detail ans Tageslicht. Wie das «Bieler Tagblatt» in seiner heutigen Ausgabe berichtet, hat der Verein das Bauland nämlich von der von Büren Immobilien GmbH erworben. Und hinter diesem Unternehmen steckt der Grenchner SVP-Gemeinderat Ivo von Büren.

«Ich wurde ‹bschisse›», sagt Ivo von Büren wütend. Islami habe bei seinem Treuhänder nach dem Land gefragt und angegeben, das Land für eine Halle und einen Occasionshandel zu nutzen. «Also habe ich dem Verkauf zugestimmt.»

Bau erst später entschieden

Diesen Vorwurf weist Isa Ismaili von sich: «Das stimmt so nicht.» Sie seien zwar beim Kauf gefragt worden, zu welchem Zweck das Land dienen werde. «Da haben wir gesagt, wir wissen es noch nicht. Und zu diesem Zeitpunkt war das auch so.» Für den Bau des Kulturzentrums an diesem Standort habe man sich später entschieden. «Und ausserdem dürfen wir da bauen, was wir wollen.»

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