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Swiss will einspringen

Die Swiss reagiert auf den möglichen Streik von 4000 Lufthansa-Piloten. Die Schweizer Airline erhöht heute ihre Kapazitäten.

Die Fluggesellschaft Swiss bereitet sich auf den geplanten Lufthansa-Streik vor. Sollten die Piloten der deutschen Muttergesellschaft ab heute die Arbeit niederlegen, stellt die Swiss 15 bis 20 Prozent zusätzliche Kapazitäten für Flüge von und nach Deutschland zur Verfügung. «Wir werden grössere Flugzeuge einsetzen», sagte Swiss- Kommunikationschef Jürg Dinner gestern. Betroffen vom Streik wären die Codeshareflüge: Von 87 Flügen täglich würden nur 39 von der Swiss absolviert. Betroffen wäre neben Zürich insbesondere der Flughafen Genf, von dem aus nur die Lufthansa Flüge nach Deutschland anbietet. Im Falle eines Streiks müssten täglich 5 Flüge nach Frankfurt respektive München gestrichen werden. Reisende müssten somit über Zürich fliegen, so Dinner. Nicht betroffen sei nach aktueller Kenntnis der Flughafen Basel. Auf der Website www.swiss.com könnten sich Passagiere laufend über die Ereignisse informieren. Die Swiss werde keine Lufthansa-Flüge übernehmen, wie Dinner weiter betonte. Millionenschaden erwartet Deutschland steht vor dem grössten Pilotenstreik seiner Geschichte. Gespräche zwischen Gewerkschaft und Konzernführung und Appelle von Politik und Wirtschaft brachten nichts: Zehntausende Passagiere dürften betroffen sein, die Lufthansa rechnet mit Millionenschäden. Im Streik geht es neben Lohnforderungen und dem Einfluss der Piloten auf die Konzernpolitik auch um die Arbeitsplatzsicherheit. Die Lufthansa bot am Wochenende Jobgarantien bis Ende 2012 an, erwartet im Gegenzug aber «mehr als die bislang angebotenen zwölf Monate Nullrunde». Die Pilotengewerkschaft VC (Vereinigung Cockpit) ging darauf aber nicht ein. Die Lufthansa lehnt dazu Forderungen der Gewerkschaft ab. «Wir können sofort über das Thema Arbeitsplatzsicherheit verhandeln, wenn VC ihre unerfüllbaren und rechtlich unzulässigen Forderungen über die Ausweitung deutschen Tarifrechts ins Ausland fallen lässt», sagte Lufthansa-Vize Christoph Franz, der frühere Swiss-Chef. Der viertägige Streik soll von heute bis Donnerstag dauern. Nach dem Notfallplan der Lufthansa sollen zwei Drittel der bestreikten Flüge ausfallen, ein Drittel soll unter anderem mit Hilfe von Piloten aus dem Management angeboten werden. Insgesamt würden damit bei Lufthansa rund 3200 Flüge ausfallen. Beim Billigflieger Germanwings sollen rund zwei Drittel der Flüge trotz des Streiks stattfinden – es wurden unter anderem Maschinen und Besatzungen angemietet.sda >

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