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Tagung der Berner KMU

Nein zum Ansinnen der SP, noch höhere Steuern einzutreiben, und Ja zum Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg: Das forderte Präsidentin Kathrin Anderegg in ihrer Rede vor den Delegierten von Berner KMU in Interlaken.

Kathrin Anderegg nahm an der Delegiertenversammlung von Berner KMU gestern Mittwoch die Linke ins Visier. Im Falle einer Annahme der SP-Steuerinitiative, über welche am 28.November abgestimmt wird, würden nicht nur die sogenannt Reichen zur Kasse gebeten, sondern alle. Denn die geforderte Anpassung des Steuersatzes an einen Mindeststeuersatz von 22 Prozent bei den Einkommen führe unweigerlich zu Tarifsprüngen. «Um solche Tarifsprünge zu vermeiden, müssen die Steuersätze auch für untere und mittlere Einkommensschichten angepasst werden, dies bestätigt selbst die SP», sagte die Präsidentin. Auch die Forderung nach einem Mindestsatz bei den Vermögenssteuern berge die Gefahr in sich, dass gute Steuerzahler abwanderten. Die daraus resultierenden Einnahmeausfälle hätten ebenfalls die unteren und mittleren Einkommen zu kompensieren. Kernkraftwerk ersetzen Mit Blick auf die Abstimmung vom 13.Februar 2011, wenn über die Stellungnahme zum Rahmenbewilligungsgesuch für den Ersatz des KKW Mühleberg zu befinden ist, erinnerte Anderegg daran, dass einzig ein Mix aus erneuerbaren Energien und Kernenergie ausreichend Strom gewährleiste. Und: «Der Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg am bestehenden Ort trägt zur Versorgungssicherheit bei, bringt dem Kanton Bern über 500 Millionen Franken Wertschöpfung und erhält der Region rund 1300 direkte und indirekte Arbeitsplätze.» Schliesslich zeigte sich Anderegg erfreut über den Zuschlag Berns für die Swiss Skills 2014, wenn erstmals gemeinsame zentrale Berufs-Schweizer-Meisterschaften durchgeführt werden. «Berner KMU hat sich zusammen mit dem Kanton und der Stadt Bern dafür eingesetzt, dass diese Meisterschaften in über 60 Berufen in Bern ausgetragen werden», informiert der Verband weiter. Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, blickte auf die Erfolgsgeschichte dieses Unternehmens zurück, die im 19.Jahrhundert ihren Anfang nahm: «Der Zürcher Industrielle Adolf Guyer-Zeller hatte die verrückte Idee, einen Tunnel durch die Berge Eiger und Mönch zu sprengen und eine Bahn bis auf die Jungfrau zu bauen.» Der CEO lobte dessen Mut, der seinen Nachfolgern bis heute als Vorbild diene. Das Unternehmen erhöhe denn auch laufend die Attraktionskraft seiner verschiedenen Ausflugsziele. So wird auf dem Jungfraujoch ein Rundgangstollen gebaut, auf der Schynigen Platte ein Berghotel umgebaut, auf dem Harder Kulm ein Aussichtssteg geplant oder zwischen Eigergletscher und Kleine Scheidegg ein Wanderweg errichtet (wir haben berichtet). pd >

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