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Tausende feiern Bahngeschichte

Seit 150 Jahren gibt es sie, am Wochenende wurden sie gross gefeiert: die drei Bahnlinien Biel–Neuenburg, Neuenburg–La Chaux-de-Fonds und Neuenburg–Pontarlier, die gemeinsam den Arc Jurassien erschliessen.

Die drei Bahnlinien Biel–Neuenburg, Neuenburg–La Chaux-de-Fonds und Neuenburg–Pontarlier, die gemeinsam den Arc jurassien erschliessen, feierten am Wochenende ihren 150.Geburtstag. Biel, als Teil des Ganzen und als einer der Orte, an denen gefeiert wurde, lockte mit seinem frisch renovierten Bahnhof sowie geöffneten Türen im Depot und im Industriewerk der SBB unzählige Bahnbegeisterte an. Laut der Bahn besuchten am Samstag und am Sonntag gesamthaft 30000 Personen die Konzerte, warfen einen Blick hinter die Kulissen der SBB oder fuhren mit modernen und historischen Zügen zu den Festplätzen. Die SBB zeigten sich zufrieden mit dem Aufmarsch trotz des nicht gerade angenehmen Wetters. Die stärkste Anziehung ging für kleine wie auch grosse Fans unweigerlich von der Spanischbrötlibahn aus. Eine Fahrt mit Dampf nach Lyss und zurück war das Nonplusultra. Alle warten auf die eine Gedränge auf dem Perron. Ein Pfiff aus der Ferne kündigt sie an. Alle warten auf die Spanisch-brötlibahn. «Kann man noch mitfahren?», fragt ein Mann einen Schaffner in Leuchtweste. Nein, sagt dieser. Die Billette gingen alle schnell weg. Der Bub an der Hand des Mannes verzieht das Gesicht. Die anderen recken die Hälse. Dampft dort nicht etwas? Nostalgie als Magnet Auf Gleis drei fährt mit quietschenden Bremsen ein schnittiger Zug ein: der Eurocity ETR 610, Neigezug der neusten Generation. Auch er ist Teil des Jubiläums «Arc jurassien – 150 Jahre Eisenbahn». Die SBB haben ihn extra für Fahrten zwischen Biel und Neuenburg an diesem Festwochenende hergeholt. Nur kümmert das die Menge an Gleis fünf in diesen Minuten kaum. Sämtliche Blicke sind auf den weissen Qualm fixiert, der näher kommt. Vorne lehnt sich jeder, so weit er kann, über die Sicherheitslinie hinaus, noch vorgestreckt die Kamera. Hinten sitzen die Kleinsten längst auf hohen Schultern. Und dann fährt sie ein: eine Zugkomposition mit stampfenden Loks und Wagen aus dem vorletzten Jahrhundert. Die Spanischbrötlibahn, die sonst im Verkehrshaus Luzern zu bewundern ist, verschlägt den Bahnfans die Sprache. Jonathan Wolff kriegt Hühnerhaut. Was er en miniature als Modell schon lange besitzt, steht nun wahrhaftig vor ihm. Der 22-Jährige aus Nidau filmt, um festzuhalten, was er sieht. «Ich könnte sie stundenlang anschauen.» Janosch Szabo/ahl >

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