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Teleclub verärgert Eishockeyfans

Der Bezahlsender Teleclub verspricht in der Werbung, «alle Spiele» der Eishockey-NLA live zu zeigen. Die Playout-Partien aber sind nicht zu sehen. Verärgerte Fans der betroffenen Teams vertröstet der Sender auf die Zukunft.

Die SCL Tigers, der EHC Biel, die Rapperswil-Jona Lakers und Ambri-Piotta haben die Qualifikation für die Playoffs verpasst. Die vier Hockeyteams kämpfen derzeit in den Playouts gegen den Abstieg in die NLB. Das ist für die Fans dieser Mannschaften schlimm genug. Noch schlimmer aber macht es Teleclub (TC): Der Bezahlsender überträgt die für die NLA-Schwanzclubs existenziell wichtigen Partien nicht. Und dies, obwohl der Sender auf Plakaten, in Inseraten und im Internet verspricht, via Swisscom TV «alle Spiele» der NLA live zu zeigen. Um auf «alle Spiele» Zugriff zu haben, zahlen Kunden 29 Franken pro Monat für das Swisscom-TV-Abo. Jedes angeschaute Spiel kostet dann weitere Fr.2.50. Teleclub sagt Sorry Dass TC die Playouts nicht zeigt, ärgert die Fans. Auf der Internetplattform Facebook gibt es bereits eine einschlägige Gruppe: «Wir wollen die Playouts live auf Teleclub!» heisst das Bündnis, über 300 Mitglieder sind dabei. Mehrere Kunden haben sich ausserdem direkt beim Sender beschwert, wie TC-Sportchef Roger Feiner auf Anfrage bestätigt. Die Zuschauer können nicht verstehen, weshalb TC während der Qualifikation die bedeutungslosesten Spiele live überträgt, in der Endphase der Saison aber auf die heissen Play-out-Partien verzichtet. Vor allem aber bezeichnen die Fans die TC-Werbung («Alle Spiele live») als irreführend. TC-Mann Feiner hat dafür ein gewisses Verständnis. «Sollte auf Grund der werblichen Formulierung ein falsches Verständnis entstanden sein, tut uns dies leid», schreibt er in einer E-Mail. Der Sender verzichte «vorderhand aus inhaltlichen, programmlichen und ressourcentechnischen» Gründen auf die Ausstrahlung der Playouts. Er kläre aber mit der National League ab, ob zumindest der Playout-Final kurzfristig ins Programm aufgenommen werden könne, so Feiner. «Für die nächste Saison prüfen wir dann sicherlich auch die Integration der Playouts.» Fans prüfen Beschwerde In den Internetforen wird derweil bereits dazu aufgerufen, sich bei der Lauterkeitskommission über die TC-Werbung zu beschweren. «Eine Beschwerde ist für alle möglich, die sich durch Werbung getäuscht fühlen», sagt Piero Schäfer, Mediensprecher der Lauterkeitskommission. «Sollte sich die Irreführung bewahrheiten, würde Teleclub durch uns ermahnt.» Bis es allerdings so weit wäre, geniesst die Hockeywelt den Sommer. Im Schnitt braucht die Lauterkeitskommission zwei Monate zur Prüfung einer Beschwerde. Fabian Sommer >

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