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Thun dankt Oscar Scarione

Thun hat Le Mont 4:2 besiegt. Dominierender Spieler war Oscar Scarione. Der Mittelfeldspieler erzielte drei Tore und bereitete das vierte vor. Scarione korrigierte damit die Fehler, die sich die Abwehr um Goalie Sascha Stulz leistete.

Thun-Verteidiger Nicolas Schindelholz spielte einen Rückpass zu Goalie Sascha Stulz. Obwohl völlig unbedrängt, entschloss er sich, den Ball direkt weiterzuleiten. Ein Fehler, wie Stulz sogleich merken sollte. Der Ball versprang, rutschte Stulz über den Fuss, rollte ins Tor, und die Spieler von Gastgeber Le Mont jubelten. Mit dem Eigentor war ihnen in der 24.Minute der Ausgleich zum 1:1 geglückt, und Stulz konnte es kaum fassen. Nach vier Spielen und 384 Minuten liess er wieder einmal ein Gegentor zu. Und dann auch noch so eines. Den Thun-Keeper schien der Lapsus zu beschäftigen: Kurz darauf kam Le Mont nach einem Missverständnis zwischen Stulz und Verteidiger Thomas Reinmann zum zweiten Treffer. «Solche Aktionen dürfen nicht passieren. Ich werde mir das noch einmal anschauen», sagte Trainer Murat Yakin. Yakins Lob für Scarione Oscar Scarione war es zu verdanken, blieben die Fehler in der Thuner Abwehr gegen Le Mont gestern letztlich eine Randnotiz. Der Argentinier, ein weiteres Mal als Thun-Captain auf den Platz, erzielte beim 4:2-Sieg drei Tore. Nachdem Dudu im Strafraum gefoult worden war, traf er per Penalty zum 1:0 (22.Minute). Mit dem Kopf lenkte Scarione den Freistoss Stjepan Kukuruzovics zum 2:1 ab (28.). In der 54.Minute bereitete der Mittelfeldspieler Dudus 3:2 vor, bevor er zehn Minuten später zum Schlussresultat traf. «Zum Glück stand uns an diesem Abend ein hervorragender Scarione zur Verfügung», sagte Yakin. In der Torschützenliste ist Scarione mit unterdessen zwölf Treffern auf Rang sechs vorgestossen. Noch ein Tor fehlt ihm, um zum besten Thuner Torschützen, Pape Omar Faye, aufzuschliessen. Faye steht wegen seiner Verwicklung in die Wettaffäre nicht mehr in Thun unter Vertrag. Mit dem Erfolg im Nachtragsspiel gegen den Aufsteiger hat Thun bis auf zwei Punkte zu Leader Lugano aufgeschlossen. Der Aufstieg am Ende der Saison oder zumindest die Barrage gegen den Vorletzten der Super League wird immer mehr zum Thema. «Wir beschäftigen uns nur mit dem nächsten Spiel und sehen, wohin das führt», lautet trotzdem noch immer die Devise von Trainer und Team. Roth und Chapuisat Nicht nur wegen der Fehler dauerte es gestern eine Weile, bis sich die Thuner auf den Gegner eingestellt hatten. Le Mont war der erwartet defensive Gegner. Griffen die Oberländer an, versammelten sich die Waadtländer mit zehn Spielern am eigenen Strafraum. Erst nach Dudus 3:2 liess der Widerstand Le Monts nach. Und nach dem 4:2 änderte auch die (zu) strenge gelb-rote Karte gegen Schindelholz nichts an Thuns Überlegenheit. Schuldlos an der Niederlage Le Monts war Goalie Sébastien Roth. Der 31-Jährige stieg vor einigen Jahren bei Servette zur Nummer drei unter den Schweizer Goalies auf. Mit dem Konkurs Servettes erlitt Roths Karriere einen schweren Knick. Über Lorient (Frankreich), Yverdon, Chênois und Schaffhausen fand er letzten Sommer den Weg nach Le Mont. Hier spielt er bisher eine solide Saison. Zweite prominente Figur beim Klub aus der Nähe Lausannes ist der Trainer. Pierre-Albert «Gabet» Chapuisat, Vater von Ex-Stürmerstar Stéphane, war als Spieler impulsiv, und er ist es als Trainer. Gestern stand er wegen ständigen Reklamierens bereits nach einer halben Stunde kurz vor dem Platzverweis. Gegen die elfte Saisonniederlage seines Team nützte aber alles Schimpfen nichts. Alexander Wäfler>

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