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Thun könnte die erste Schweizer Stadt sein

In Emmeten (NW) steht die schweizweit erste Mehrgenerationen-Playfit-Anlage. Das könnte für Thun eine Attraktion sein. Eine Projektgruppe des

Menschen jeden Alters zu mehr Bewegung im Freien zu motivieren ist das Credo von Präventivmedizinern. Eine Projektgruppe des Thuner Seniorenrates hat in einer Mehrgenerationen-Playfit-Anlage eine attraktive Alternative entdeckt –und eine solche in Emmeten (NW) getestet (vgl. Text oben). Beim Thuner Gemeinderat liegt ein Antrag unter dem Motto «Bewegen-Begegnen» zur Stellungnahme vor. «Wir hoffen, dass die Stadt Thun einen passenden Platz zur Verfügung stellen kann und die Geräte durch Sponsoring angeschafft werden können», wünscht sich Peter Reinhard, Leiter der Projektgruppe. Das Vollsortiment der Geräte kostet ohne Installation um die 40000 Franken. Dazu kommen einmalige Kosten für Montage und Platzgestaltung. Der Wartungsaufwand ist minim. Peter Reinhard nennt als mögliche Standorte den Schaudaupark, das Selveareal mit der neu entstehenden aareseitigen Parkanlage, den Park beim Thunerhof oder beim Aarebad. Damit wäre Thun die erste Stadt in der Schweiz, welche mit einer Playfit-Anlage im Freien aufwarten könnte. Die vorläufig einzige Anlage in der Schweiz steht in Emmetten (NW) – allerdings auf privatem Grund einer Hotelanlage. Dort konnte der deutsche Hersteller einen Musterplatz mit acht Outdoor-Fitnessgeräten installieren. Sie sind, ausser für Kleinkinder, für alle Altersgruppen geeignet. Die Anlage werde gut genutzt, meldet Hotelier Urs Schaub. Hierzulande gibt es keine Anbieter vergleichbarer Freiluft-Geräteparcours für Erwachsene jeden Alters. Auch die Thuner Firma Fuchs AG führt kein entsprechendes Angebot. Ursprung in China Die Idee für altersübergreifende Fitnessanlagen im Freien stammt aus China. Bereits vor 20 Jahren wurden dort in vielen städtischen Parks Geräteparcours eingerichtet. Sie gehören traditionell zum täglichen Training, welches quasi von der Regierung angeordnet wird. Auch in Spanien und Deutschland haben sich unterdessen solche Anlagen etabliert. Fälschlicherweise machen sie hier als «Seniorenspielplätze» Schule. Dieser Begriff ist verwirrlich. Passender ist die Bezeichnung Mehrgenerationen-Spielplatz. Keine Konkurrenz Die Geräte sind keine Konkurrenz zu den Vitaparcours und Fitness-Centern. Im Gegensatz zu diesen bekannten Angeboten, sind die neuartigen Geräte nicht nur im Trainingstenue sondern vor allem in Alltagskleidung und quasi im Vorbeigehen nutzbar. Es zählen nicht die sportliche Herausforderung, die Kraft und die Ausdauer, sondern viel mehr die Freude am Bewegen, Begegnen und Kommunizieren. Die meisten Geräte können paarweise benützt werden. Auf der Prototyp-Anlage in Emmetten ist der gesamte, allwettertaugliche Gerätepark installiert, mit denen sich Jung und Alt in der freien Natur ohne Kraftaufwand bewegen können. So gibt es zum Beispiel einen Beintrainer, einen Ganzkörpertrainer, einen Rücken- und einen Schultertrainer. Die – auch einzeln beziehbaren –Geräte zielen auf ein sanftes Bewegungsprogramm unter freiem Himmel ab und sind leicht und unkompliziert zu handhaben. Sie dienen verblüffend einfach und spielerisch der Stärkung des Kreislaufs, der Beweglichkeit und der Koordination. Die Lockerung von Muskeln und die Massage von Akupunkturpunkten an Handflächen, Beinen und Rücken wirken entspannend, schenken Ruhe und Kraft. Rolf Begré/nel >

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