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10-Millionen-Projekt in Aussicht

Zwei Mehrfamilienhäuser mit Erst- und Zweitwohnungen sollen in Zweisimmen entstehen. Hinter dem 9,8-Millionen-Franken-Projekt steckt die Firma Archipex.

Die Bauprofile im unteren Tüll stehen: Wie hier auf dem Bild von Mitte Dezember von der Gewerbestrasse aus gesehen, grenzt die Landparzelle rechts an die von Blumen Stricker, vorne im Bild sind die Bahngleise zu erkennen. Sie führen zum 400 Meter entfernten Bahnhof.
Die Bauprofile im unteren Tüll stehen: Wie hier auf dem Bild von Mitte Dezember von der Gewerbestrasse aus gesehen, grenzt die Landparzelle rechts an die von Blumen Stricker, vorne im Bild sind die Bahngleise zu erkennen. Sie führen zum 400 Meter entfernten Bahnhof.
Fritz Leuzinger

Zwei Mehrfamilienhäuser mit Blick auf den Rinderberg plant die Firma Archipex aus Port (Biel), welche schon das Chalet Spitzacker an der Lenk konzipiert hat, im unteren Tüll in Zweisimmen zu errichten. Entstehen sollen insgesamt acht Erst- und zehn Zweitwohnungen. «Das Bewirtschaftungskonzept für die Zweitwohnungen wird analog der Lenk übernommen», sagt Dominique Gatschet, Mitglied der Geschäftsleitung.

Daher: Eine Wohnung wird an eine Partei verkauft, in der Zeit, in der der Eigentümer sie nicht selber nutzt, wird das Appartement an Feriengäste weitervermietet. Die ganze Organisation wird von der Firma Archipex übernommen, der Service – der je nach persönlichen Wünschen eine breite Palette an Dienstleistungen vorsieht – von einheimischen Unternehmen ausgeführt.

Wie auch an der Lenk sollen alle Wohnungen gemäss dem Konzept «Design for all», welches die Firma Archipex laut Gatschet «seit Jahren anwendet», ausgestattet werden: Absolute Schwellenfreiheit und eine grosszügige Bemessung machen die Wohnungen auch für Rollstuhlfahrer, Personen mit Rollator und Familien mit Nachwuchs im Kinderwagen uneingeschränkt nutzbar.

9,8-Millionen-Franken-Projekt soll Ortsbild ergänzen

Die beiden geplanten Gebäude «sind die logische Ergänzung des Ortsbildes in dem Gebiet Ey, dem südlichen Teil Zweisimmens», schreibt die Firma Archipex im Verkaufsdossier. Im traditionellen Chaletstil errichtet, sollen sich die Wohnhäuser dem regionalen Baustil anpassen. Gebaut werden soll dreistöckig auf einer Gesamthöhe von maximal knapp sieben Metern. Investitionen? «Circa 9,8 Millionen Franken», sagt Dominique Gatschet.

Geplant sei, die beiden 4,5-Zimmer-Wohnungen im Erdgeschoss als Erstwohnungen zu verkaufen. Sie weisen eine Wohnfläche von je 130 Quadratmetern auf und sollen zwischen 640'000 und 660'000 Franken kosten. Auf den übrigen zwei Stockwerken soll ein Mix aus Erst- und touristisch bewirtschafteten 2,5- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 78 und 138 Quadratmetern entstehen, dies zu einem Verkaufspreis zwischen 365000 und 705000 Franken. Als Bijoux werden die beiden 3,5-Zimmer-Wohnungen im zweiten und obersten Dachgeschoss gehandelt.

Projekte auch im restlichen Oberland geplant?

«Die Erstwohnungen richten sich vor allem an Leute, die einen qualitativen und schönen Wohnraum im Gebiet Sannenland und Simmental zu vorteilhaften Konditionen suchen», sagt Gatschet. Denn: «Die Saanenländer suchen nach Wohnungen, die bezahlbar sind», erklärte Geschäftsführer Philipp Gatschet vor rund zwei Monaten gegenüber dieser Zeitung.

Angst, dass der Mix zwischen permanenten Bewohnern und Feriengästen zu Problemen führen könnte, hat Juristin Dominique Gatschet keine: «Wir sehen im Mix grosse Vorteile. So zum Beispiel wird selbst in der Nebensaison immer Leben im Gebäude sein, und es können neue Bekanntschaften gemacht werden.»

Dass die Firma Archipex ihre prompte und erfolgreiche Antwort auf die Annahme der Zweitwohnungsinitiative – die Wohnungen im Chalet Spitzacker waren innert weniger Monate allesamt verkauft – auch in anderen Regionen des Oberlands umsetzen wird, ist nicht ausgeschlossen. «Es laufen bereits Gespräche», sagt Dominique Gatschet. Mehr könne sie im Moment jedoch nicht verraten.

Einsprachen gegen das Projekt in Zweisimmen sind noch bis zum 19. Januar möglich. Die Unterlagen liegen auf der Gemeinde Zweisimmen zur Einsicht auf.

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