Kiental

Ältestes Naturfreundehaus wurde 100-jährig

KientalAm Wochenende feierten Margreth und Heinz Steiger als neue Hüttenwarte das 100-Jahr-Jubiläum des Naturfreundehauses Gorneren.

Übernahmen vor acht Wochen das Jubiläumshaus: Heinz und Margreth Steiger mit Sohn Mattias vor dem Naturfreundehaus auf Gornerenalp.

Übernahmen vor acht Wochen das Jubiläumshaus: Heinz und Margreth Steiger mit Sohn Mattias vor dem Naturfreundehaus auf Gornerenalp. Bild: Bruno Petroni

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Seit hundert Jahren steht es da, eingebettet zwischen dem Golderli und der Chollerenalp: das Naturfreundehaus Gorneren. Wenn der Wind aus der richtigen Windrichtung weht, kann man den unweit unterhalb in die Tiefe stürzende Pochtenfall hören. Der Blick zur Blümlisalp lässt den Betrachter spüren: Hier herrscht Frieden, hier hat man Zeit.

Steigers Mandelrollen

Vor acht Wochen haben Margreth und Heinz Steiger die altehrwürdige Hütte übernommen. Mit neun Jahren Erfahrung als Hüttenwarte der SAC-Wildstrubelhütte verfügen Steigers über die Gelassenheit und Routine, um nicht ob des unsteten Wetters gleich nervös zu werden und sich dennoch über den 100.Geburtstag des ältesten Naturfreundehauses zu freuen.

Dieses Fest stieg denn auch am vergangenen Samstag. Eine 20-köpfige Gruppe liess es sich nicht nehmen, trotz tief hängender Wolkenbasis von Kiental aus zum Naturfreundehaus zu wandern. Am Abend sorgte dann das aus Bern angereiste Trio Aaregruess für Stimmung, während sich der 29-jährige Mattias – Steigers Sohn und gelernter Koch – für die Festgesellschaft besonders ins Zeug legte. Letzterer züchtet im Aussenraum der Hüttenküche übrigens eine eigene Tomaten- und Kräuterplantage und macht eigentlich alles selber – sogar die Konfitüre. Übrigens sind mit Steigers auch die Rezepte für die bereits in der Wildstrubelhütte reissenden Absatz findenden Rhabarberkuchen, Nuss- und Mandelrollen ins Kiental umgezogen. Und das fast das ganze Jahr hindurch, denn das Gornerenhaus ist auch während des Winters von Ende Jahr bis Ostern offen.

Nachbarschaft: «Einfach schön»

«Wir fühlten uns hier vom ersten Moment an wohl, und die Zusammenarbeit und Freundschaft mit den benachbarten Gastbetrieben im Golderli und auf der Griesalp ist einfach schön», freut sich Heinz Steiger auf seine Zukunft hier oben auf 1470 Meter über Meer. Stolz greift er zu den alten Original-Hüttenbüchern, die seit der Einweihung des Hauses am 22.Juni 1913 noch alle lückenlos im Hüttenarchiv liegen: «Da haben die Gäste damals noch regelrechte Aquarellkunst walten lassen. Die zahlreichen Einträge sind wirklich eindrücklich.»

Jetzt hoffen Steigers – wie wohl die allermeisten – auf die Gunst von Petrus, auf dass er doch noch etwas sonnigere Zeiten bringen werde. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.06.2013, 09:46 Uhr

Die Naturfreundehäuser

Die Naturfreunde vertreten einen vernünftigen Tourismus. Sie pflegen das Miteinander und Füreinander und engagieren sich für einen gesunden Lebensraum. In Europa stehen rund 1000 Naturfreundehäuser, einige sogar in Afrika und Übersee. In der Schweiz gibt es 70 Naturfreundehäuser. neun davon stehen im Berner Oberland. Nebst Gorneren auch in Beatenberg, Achseten, Erlenbach, Grindelwald, Meiringen, Schwanden, Horboden und Frutigen.

Vor 50 Jahren sah das Naturfreundehaus Gornern so aus. (Bild: zvg)

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