Thun

Rentiert der Thuner Budeler noch?

ThunAuch dieses Jahr lockt der Budeler wieder mit Attraktionen wie Autoscooter und Schiessbuden. Nun stellt sich aber die Frage: Rentiert ein solches Geschäft in Thun überhaupt noch?

Schnell und in luftiger Höhe kreisen diese beiden Mädchen über dem Luna Park, der in Thun seit Jahren als Budeler bekannt ist.

Schnell und in luftiger Höhe kreisen diese beiden Mädchen über dem Luna Park, der in Thun seit Jahren als Budeler bekannt ist. Bild: Patric Spahni

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Autoscooter, Fröschlifischen und Magenbrot: Der Budenplatz bietet den Thunern jährlich, was sie von einer Chilbi erwarten. Doch auch die 57.Budeler-Chilbi musste von der Stadt Thun zuerst genehmigt werden. Da das Geschäft aber immer noch rentiert und der Budeler schon zu einer Tradition geworden ist, hoffen Arthur Mathyer, Präsident des Schweizer Schaustellervereins mit Sitz in Bern, und seine Kollegen, auch in den nächsten Jahren wieder nach Thun kommen zu dürfen.

Kein Zoff mit den Nachbarn

Seit vier Jahren kann der Budeler jeweils auf dem Lachenparkplatz stattfinden, das war aber nicht immer so. «Wir mussten sehr oft den Standplatz ändern. Für dieses Jahr stand zuerst auch ein Platz bei der Kaserne zur Diskussion, aber das hätte uns nur geschadet», sagt Arthur Mathyer. Die Lage auf dem Lachenparkplatz sei nämlich ideal, denn die Leute sehen den Budeler von der viel befahrenen Strasse aus oder machen nach dem Besuch im Strandbad noch einen Abstecher zur Chilbi. Auch mit den Nachbarn gebe es keine Probleme. «Nach zehn Uhr abends muss die Musik gedrosselt werden. Damit keine Reklamationen verursacht werden, erinnere ich die Schausteller immer kurz vorher daran. Bis jetzt hat sich jedenfalls niemand beschwert.» Dem Schaustellerverein sei es nämlich ein besonderes Anliegen, dass es keine Probleme mit den Nachbarn und den Behörden gebe. Dies sei dem Fakt zuzuschreiben, dass auf dem Budeler keine alkoholischen Getränke verkauft würden.

Eine Familientradition

Viele Schausteller sind schon seit Jahren immer wieder auf dem Budeler. So auch Thomas Peter, der in diesem Jahr den Fröschlipavillon betreibt. «Nach fünfzehn Jahren Budeler kenne ich die Leute schon ein bisschen, und manchmal treffe ich auf Leute, die damals noch Kinder waren und heute schon mit ihren eigenen zu uns kommen», sagt Peter. Das Publikum sei ausserdem vielfältiger, was die Nationalitäten angeht.

Speziell am Budeler sei auch, dass er nicht nur am Wochenende geöffnet habe. «Ich mag es, unter der Woche zu arbeiten. Die Leute sind ganz anders, und es ist viel gemütlicher. Meistens sind es nämlich Grosseltern, die mit ihren Enkeln einen Ausflug an die Chilbi machen.» An den Wochenenden seien überwiegend Jugendliche da. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 23.05.2012, 07:27 Uhr

Zwei für eins

Der Budeler dauert noch bis am 28.Mai (Pfingstsonntag ist geschlossen). Am 25.Mai gilt die Aktion «Zwei für eins», das heisst, alle Besucher können jede Fahrt zweimal geniessen. Am Pfingstmontag findet in der Scooterhalle des Budeler wiederum der Schaustellergottesdienst mit Pfarrerin Katharina Hobi statt, zu dem auch Nichtschausteller willkommen sind.

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