Die Holzpellets kommen künftig aus dem Steinbruch

Ringgenberg

Die Beo Pellets GmbH ändert ihr bereits bewilligtes Bauprojekt für die Produktion von Holzpellets im Steinbruchgelände im Rosswald.

Die bestehende Werkhalle im Steinbruch Rosswald wird für den Holzpelletbetrieb ausgebaut, wie die Profile es zeigen.

Die bestehende Werkhalle im Steinbruch Rosswald wird für den Holzpelletbetrieb ausgebaut, wie die Profile es zeigen.

(Bild: Anne-Marie Günter)

«Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, einer Firma in Ringgenberg einen guten Produktionsstandort zu bieten», sagt der Ringgenberger Gemeindepräsident Hans Ulrich Imboden. Ein Augenschein beim Steinbruch zeigt es: Die Trafostation im Rosswald wurde verlegt und erweitert, die ehemalige Stromfreileitung liegt im Boden, Holzbeigen türmen sich auf.

Eine Baubewilligung ist bereits erteilt: Die Beo Pellets GmbH kann im Steinbruchgelände im Rosswald auf Burgerland von Ringgenberg-Goldswil im Baurecht eine Produktions- und Vertriebsstätte für Holzpellets bauen. Bis zum 23. März ist noch mal eine Baupublikation aufgelegt, da das Bauvorhaben aus betrieblichen Gründen noch etwas abgeändert wurde.

Kein Trockenturm

Vorgesehen gewesen war ein Trockenturm. Die Projektänderung sieht vor, ein Trockenlager zu erstellen, das überdacht wird. Dazu wird das Dach der bestehenden Werkhalle verlängert und, anders als ursprünglich vorgesehen, zum Satteldach ausgebaut. «Weil alles überdacht ist, wird es weniger Lärmimmissionen geben», sagt Beo-Pellets-Gesellschafter Hans Zenger. Da die Anlage rund um die Uhr arbeiten solle, sei das wichtig.

Hans Zenger führt in Habkern die Firma Holzbau Zenger. Sie produziert seit einigen Jahren Holzpellets und dies mit Material, das durchgehend aus Wäldern in der Region stammt. Ein Vorteil der Habker Pellets: Es kann auch Hartholz (Laubholz) verarbeitet werden, das auf dem Holzabsatzmarkt nicht immer einen leichten Stand hat.

Vor knapp zwei Jahren haben die vier Brüder Arnold, Christian, Hans und Ulrich Zenger zusammen mit dem Unternehmer René E. Häsler (Christliches Internat Gsteigwiler) die Firma Beo Pellets GmbH gegründet. Mit dem neuen Standort in Ringgenberg soll die Pelletproduktion kontinuierlich gesteigert werden. Heute sind es rund 200 Tonnen jährlich, künftig könnten es 4000 bis 6000 Tonnen sein. Die Vermarktung der Qualitätspellets macht das Unternehmen selber, die Pellets werden mit eigenen Fahrzeugen geliefert.

Das Hauptgebäude im Steinbruch wird den Firmennamen tragen und auf der sonnenzugewandten Seite mit dunklem Metall verkleidet werden, sodass Heizwärme gewonnen werden kann. Investiert in das Holzpelletwerk werden rund 2,2 Millionen Franken. Es bietet direkt zwei Arbeitsplätze, dazu aber auch Arbeit im einheimischen Wald.

Berner Oberländer

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