Zum Hauptinhalt springen

Doppelmord: Kein Durchbruch bei den Ermittlungen

Auch mehr als drei Monate nach der Tat ist das Tötungsdelikt im Kinderheim an der Bahnhofstrasse nicht aufgeklärt. Die Kinder können voraussichtlich wieder in das Heim zurückkehren.

Zeichen der Anteilnahme: Blumen vor dem Eingang zur Villa.
Zeichen der Anteilnahme: Blumen vor dem Eingang zur Villa.
Jürg Spielmann
Am 11. Mai wurden an der Bahnhofstrasse 47 zwei Personen niedergestochen.
Am 11. Mai wurden an der Bahnhofstrasse 47 zwei Personen niedergestochen.
Jan Kuschinske, newspictures
Die genauen Umstände sind Bestand der Ermittlungen der Polizei.
Die genauen Umstände sind Bestand der Ermittlungen der Polizei.
Jan Kuschinske, newspictures
1 / 19

Am 11. Mai dieses Jahres wurden im privaten Kinderheim «Pädagogische Lebensgemeinschaft» in Spiez der Heimleiter und seine Freundin erstochen aufgefunden. Auch mehr als drei Monate nach dem Ereignis steht ein Durchbruch bei den Ermittlungen noch aus: «Wir gehen noch Anhaltspunkten nach», sagt Alice Born, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern. Der Belohnung der Staatsanwaltschaft, die 20'000 Franken auf Hinweise aussetzte,die zur Ergreifung der Täterschaft führen, gelte weiterhin.

Konkret sucht die Polizei nach zwei Männern weisser Hautfarbe, die gesehen wurden, wie sie am Morgen des 11. Mai das Heim an der Bahnhofstrasse 47 betraten. Einer von ihnen wird als gross, von fester Statur und mit Bart beschrieben.

«Nach dem Aussetzen der Belohnung gingen einige wenige Hinweise bei uns ein», sagt Born. Bis jetzt habe aber keine dieser Spuren zu einem Ermittlungserfolg geführt. Könnten die Ermittlungen bald eingestellt werden? «Bei einem Kapitalverbrechen wird das Ermittlungsverfahren nie eingestellt», sagt Born.

Für die Heimbewohner, neun Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren, konnte provisorisch ein anderer Standort in Spiez gefunden werden. «Hier können wir bis spätestens im Frühling 2014 bleiben», erklärt Marc Zürcher, vorübergehender Leiter der Institution. Danach sollen die Kinder wieder an die Bahnhofstrasse zurückkehren. «Dieser Wunsch der Kinder mag auf den ersten Blick überraschen», sagt Zürcher.

Man dürfe aber nicht vergessen, dass die Kinder zahlreiche glückliche Momente im Heim erlebt hätten. Bevor sich die Institution mit den Erben der Villa auf einen Mietvertrag einigen könne, müsse der Erbgang abgeschlossen werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch