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Drogenszene bis jetzt nicht vergrössert

Seit Samstag werden die Oberländer Drogensüchtigen im Fixerstübli der Stadt Bern abgewiesen. Laut Polizei hatte dies am Wochenende keine sichtbaren Auswirkungen auf Thun: Die Szene habe sich nicht vergrössert.

Der 1. November war seit Monaten als Stichtag bekannt: Im überlasteten Stadtberner Fixer-stübli werden seit Samstag die rund 30 bis 40 Junkies aus Thun und dem Oberland, die dort ein und aus gingen, abgewiesen. Diese Massnahme hat sich bis gestern in Thun nicht sichtbar ausgewirkt. «Wir haben bisher keine Rückmeldungen, dass sich die Szene vergrössert hat», liess Hermann Jutzi, Chef Polizei Thun, verlauten. Die Kantonspolizei habe keine entsprechenden Feststellungen gemacht. Dabei handle es sich um eine Momentaufnahme. In zwei Wochen wisse man unter Umständen bereits mehr, wie sich die Berner Massnahme auf die Situation in Thun auswirkt. Der Thuner Gemeinderat zeigt Verständnis für den Ausschluss der Oberländer Süchtigen in Bern. Er will dieser Massnahme mit neuen und ausgebauten Angeboten in Thun entgegenwirken, etwa einem erweiterten Spritzentauschangebot oder einem Konsumationsraum für in der Notschlafstelle «eingecheckte» Süchtige.

Bern: Wenige Oberländer

«Die Betroffenen aus dem Oberland wurden vorgängig informiert», sagte Ines Bürge, die Leiterin des Fixerstüblis in Bern. Laut Bürge kamen nur noch wenige aus dem Oberland nach Bern. Für Verwirrung und Unmut sorgte die Umstellung eher bei Klienten, die weiterhin kommen können, aber sich nun ausweisen müssen. «Wir verlangen ein Foto- und ein Wohnortsdokument», erläuterte Bürge. Diese zu beschaffen sei nicht allen gelungen. Die Anlaufstelle habe in einigen Fällen mit selber ausgestellten Ausweiskarten ausgeholfen, andere wurden auch abgewiesen. Damit der Übergang reibungslos stattfinden konnte, stockte Bürge den Personalstand am ersten Wochenende auf. Für die Kantonspolizei in Bern blieb die Neuerung ohne Folgen: «Wir hatten keine Einsätze, die darauf zurückzuführen wären», sagt Sprecher Heinz Pfeuti auf Anfrage.

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