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Erfreuliches zweites Halbjahr 2014

Stabile Umsätze im Bau- und im Maschinenbausektor, rückläufige Zahlen bei Firmen, die vor allem im Inland tätig sind: Die Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes präsentiert die Zahlen für das zweite Halbjahr 2014.

Das Baugewerbe musste 2014 sinkende Preise hinnehmen.
Das Baugewerbe musste 2014 sinkende Preise hinnehmen.
Patric Spahni

An der Umfrage zur gegenwärtigen Konjunkturlage in der Region beteiligten sich rund 67 Prozent der Verbandsmitglieder des Arbeitgeberverbandes Wirtschaftsraum Thun und Berner Oberland (AGV).

35 Prozent der Firmen sind in der Maschinenindustrie beheimatet, 32 Prozent im Baugewerbe und 22 Prozent im Dienstleistungssektor; 11 Prozent kommen aus diversen Branchen, wie der Nahrungsmittel- und der Textilindustrie oder dem grafischen Gewerbe. Das Fazit des AGV: «Das Ergebnis der Umfrage zeigt ein grundsätzlich erfreuliches letztes Halbjahr 2014.»

Schwierige Prognosen

Der Verband betont indes: «Bezüglich der Prognosen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass während der Datenerhebung zur vorliegenden Umfrage die Eurokursbindung aufgehoben worden ist.» Die Folge für die Umfrage: «Die 30 Prozent der Umfrageteilnehmer, welche ausschliesslich beziehungsweise teilweise für den Export herstellen, haben folglich in ihren Prognosen diesen Sachverhalt nicht gleichermassen berücksichtigen können.»

Im letzten Quartal 2014 sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr bei etwas mehr als der Hälfte der Verbandsmitglieder unverändert geblieben, wobei die grossen Branchen Baugewerbe, Maschinenindustrie und Dienstleistungssektor ungefähr gleichermassen vertreten sind. 30 Prozent melden grössere Umsatzzahlen. Dabei entfallen erfreuliche 16 Prozent alleine auf die Maschinenhersteller. Kleinere Umsätze verzeichneten knapp 20 Prozent der Umfrageteilnehmer, welche vorwiegend für den Inlandmarkt arbeiten. Eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten rechnet im ersten Halbjahr 2015 mit gleich bleibendem Umsatz.

Volle Auftragsbücher

Wiederholt positiv zeigen sich die Zahlen zu den Auftragseingängen: Rund ein Drittel der Unternehmen in der Region Thun/Berner Oberland erhielten mehr Aufträge als im Vorjahr, mit Abstand am meisten die Maschinenindustrie, gefolgt von Baugewerbe und Dienstleistern. Nahezu 60 Prozent der Befragten – es sind dies wiederum vorwiegend Bauunternehmer, Maschinenhersteller und Dienstleister – melden unveränderte Auftragseingänge.

Nur gerade 8 Prozent leiden unter weniger Eingängen in ihren Auftragsbüchern. Annährend 70 Prozent der Umfrageteilnehmer rechnen mit einer im Grossen und Ganzen unveränderten Auftragslage. Weitgehend zufrieden sind die Firmen mit den Arbeitsvorräten, allen voran die Bauunternehmer, gefolgt von der Maschinenindustrie und dem Dienstleistungssektor.

Ebenfalls positiv werden die Beschäftigungsaussichten eingeschätzt: 80 Prozent rechnen weiterhin mit Vollbeschäftigung. Über 70 Prozent der Unternehmen gehen von einem unveränderten Personalbestand aus. Offene Stellen meldet gegenwärtig nur die Maschinenindustrie – oder 2,7 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Preise in der Baubranche sinken

Keine wesentliche Veränderung ist bei den Verkaufspreisen feststellbar: Mit 60 Prozent verlangten die meisten Unternehmen gleiche Preise wie im Vorjahr. Nur gerade 5 Prozent erzielten höhere Preise; es handelt sich dabei um Maschinenhersteller und Dienstleister. Zu tieferen Preisen verkauften 35 Prozent, hauptsächlich die Bauunternehmer.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen bezeichnen die erzielten Erträge im zweiten Halbjahr 2014 als gut, fast 40 Prozent als genügend. Rund 11 Prozent – aus allen Branchen gleichermassen – beurteilen ihre Ertragslage als ungenügend. Die Frage nach den Ertragsaussichten beantworteten die meisten Verbandsmitglieder vor der Aufhebung des Euromindestkurses positiv.

Rund die Hälfte der Unternehmer in unserer Region haben 2014 gleich viel in Betriebe investiert wie im Vorjahr. Grössere Investitionen tätigten 27 Prozent, vor allem der Bau- und Maschinensektor. Gut ein Fünftel der Verbandsmitglieder hat 2014 weniger investiert, es waren dies vorwiegend Maschinenhersteller. Annähernd 60 Prozent beabsichtigen im laufenden Jahr gleich viel zu investieren, insbesondere Maschinenhersteller und Bauunternehmer. Mit grösseren Investitionsvolumen planen 25 Prozent der Befragten.

TT/mgt/maz

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