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Es werde Baum

Für die Kreisel beim Autobahnzubringer in Spiezwiler ist eine minimale Gestaltung mit je einem Baum vorgesehen – so, wie es ursprünglich schon angedacht war. Die Kosten belaufen sich auf knapp 50'000 Franken.

Der nördliche der beiden Kreisel beim Autobahnanschluss in Spiezwiler. Hier soll ein Baum gepflanzt werden.
Der nördliche der beiden Kreisel beim Autobahnanschluss in Spiezwiler. Hier soll ein Baum gepflanzt werden.
Jürg Spielmann

Gut Ding will Weile haben. Oder, im vorliegenden Fall, auch einfach Ding. Im Jahr 2006 sind die beiden Kreisel beim Autobahnanschluss Spiezwiler gebaut worden – je einer südlich und nördlich der Brücke über die A8. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hatte seinerzeit anerboten, die Kreisel als «Erdhügel mit Baum» auszustatten – wie in Thun-Süd. Doch die Gemeinde lehnte 2007 ab; sie fand, das Tor zu Spiez habe etwas Zeitgemässes in Form von Kunst verdient.

Was folgte, ist bekannte Geschichte: 2010 wurden 45000 Franken für einen Wettbewerb gesprochen, an welchem sich Künstler Etienne Krähenbühl aus Yverdon gegen vier Mitbewerber durchsetzte. Dem Gemeindeparlament aber war dessen Projekt «Spiez bei Tag und Nacht» mit zwei 4,5 Meter grossen Stahlkugeln nicht 207'000 Franken wert. Die Kunst blieb 2012 jäh auf der Strecke – und die Kreisel blieben bis dato karg.

Weil das Thema in der Bevölkerung immer wieder für Diskussionen und Unmut sorgte, wurde es am vergangenen 16.September abermals zum Politikum: Monika Wenger (FDP) und 13 Mitunterzeichnende forderten, was allein der Titel der Motion auf den Punkt brachte: «Kreisel Spiezwiler endlich attraktiv gestalten.» Im parlamentarischen Vorstoss war die Schreibe von «zwei unansehnlichen Steinhaufen mit Unkraut», die den wichtigsten Strasseneingang von Spiez zieren würden.

Baum und Stromanschluss

Der Gemeinderat beantragt dem Grossen Gemeinderat am kommenden Montag, die Motion zu überweisen. Denn eine Lösung liegt nun auf dem Tisch; sie entspricht etwa jener, die 2006 nicht genügen sollte. Im gemeinderätlichen Antrag an den GGR ist zu lesen, dass man sich an einer Besprechung zwischen Astra, Tiefbauamt, Gemeinde, Ortsverein und Burgerbäuert Spiezwiler geeinigt habe, in den beiden Kreiseln einen einheimischen Baum zu pflanzen und die Erde mit heimischen Pflanzen zu bestocken.

«Aus ökonomischen und ökologischen Gründen wird vorgesehen, die bestehenden Steinblöcke in die zukünftige Gestaltung miteinzubeziehen», so der Gemeinderat. Damit später auch temporäre elektrische Installationen möglich seien, würden in die vorhandenen Leerrohre im Strassenkörper Kabel eingezogen.

Laut der Exekutive ist das Astra bereit, die Gestaltung mit total 24900 Franken (100 Franken pro Quadratmeter Kreiselfläche) zu unterstützen. «Es ist geplant, die Restkosten von rund 23000 Franken über die laufende Rechnung zu finanzieren.»

Die jährlichen Unterhaltkosten sollen mit 2500 Franken «so tief wie möglich» gehalten werden. Das Projekt – es wird unter der Federführung des Dienstchefs Werkhof erarbeitet – wird dem Gemeinderat auf eine der nächsten Sitzungen zur Beschlussfassung vorgelegt.

Der Grosse Gemeinderat tagt am Montag, 2.März, um 19 Uhr im Lötschbergsaal Spiez. Die Sitzung des GGR ist öffentlich.

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