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Explosion in Steffisburg: Der Vater steht unter schlimmem Verdacht

Der Staatsanwalt hat nach der Explosion in Steffisburg vom Osterwochenende gegen den schwer verletzten Mann eine Untersuchung eröffnet. Die Polizei hat in der zerstörten Wohnung zwei Gasflaschen mit geöffnetem Ventil gefunden.

In der Wohnung wurden im Rahmen der Ermittlungen zwei frei stehende Gasflaschen mit geöffneten Ventilen gefunden.
In der Wohnung wurden im Rahmen der Ermittlungen zwei frei stehende Gasflaschen mit geöffneten Ventilen gefunden.
Patrik Spahni
In diesem Mehrfamilienhaus in Steffisburg starben am Samstagmorgen eine Mutter und ihr dreijähriges Kleinkind.
In diesem Mehrfamilienhaus in Steffisburg starben am Samstagmorgen eine Mutter und ihr dreijähriges Kleinkind.
Marco Zysset
Trümmer im Garten nach der Explosion.
Trümmer im Garten nach der Explosion.
Marco Zysset
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Die Geschichte scheint sich zu wiederholen: Am Abend des 12.Juli 2003 kam es an der Erlenstrasse 11j in Steffisburg zu einer tödlichen Explosion. Das Haus mit sechs Wohnungen wurde dabei komplett zerstört. Drei Menschen konnten im Verlauf der Nacht nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden, neun weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Am Unglücksort stellte die Polizei damals mehrere Gasflaschen sicher. Ein Familienvater hatte absichtlich Gas in seine Wohnung strömen lassen, um zusammen mit seinem Sohn aus dem Leben zu scheiden.

Im Rahmen der Ermittlungen zur Ursache der Explosion von letztem Samstagmorgen am Oeleweg in Steffisburg wurden beängstigende Parallelen zum eingangs beschriebenen Fall aus dem Jahr 2003 festgestellt. So stellte die Polizei in der Wohnung zwei frei stehende Gasflaschen mit offenem Ventil sicher.

Untersuchung eröffnet

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 35-jährigen Familienvater eine Untersuchung eingeleitet. Dies teilte sie gestern mit. Der Schritt erfolgte gestützt auf erste Ermittlungsergebnisse. «So kann aufgrund der ausgewerteten Spuren nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann für den Tod seiner 34-jährigen Frau sowie der 3-jährigen Tochter verantwortlich ist», steht in der Mitteilung der regionalen Staatsanwaltschaft Oberland und der Kantonspolizei Bern. Der Mann befindet sich nach wie vor in kritischem Zustand im Spital. Er war bei der Explosion aus dem Gebäude geschleudert worden.

Opfer formell identifiziert

Mehrere Spezialdienste der Kantonspolizei Bern arbeiten weiter daran, die Umstände der Explosion und des Brandes im Detail abzuklären. Im Rahmen der Ermittlungen soll zudem geklärt werden, was den Ereignissen vorausging. Im Vordergrund dürfte ein Beziehungsdelikt stehen.

Weiter teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass die Opfer der Explosion nun auch formell hätten identifiziert werden können. «Wie das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern feststellte, handelt es sich definitiv um die 34-jährige Frau sowie ihr 3-jähriges Mädchen.» Sie wohnten gemeinsam mit dem 35-jährigen Familienvater in der betroffenen Wohnung am Oeleweg 4.Roger Probst

SDA/mas

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