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FC Steffisburg: Möglichst bald ein Kunstrasen

In den letzten sechs Jahren hat sich die Anzahl Mannschaften beim FC Steffisburg verdoppelt. Mit den beiden Fussballplätzen Schönau und Eichfeld stösst der Verein an Kapazitätsgrenzen. Nun fordert er einen Kunstrasen.

Überbeansprucht und gefährlich für die Spieler: Der Fussballplatz Schönau in Steffisburg ist, wie der zweite Trainingsplatz des FC Steffisburg auch, in einem schlechten Zustand. Deshalb soll möglichst bald ein Kunstrasen her.
Überbeansprucht und gefährlich für die Spieler: Der Fussballplatz Schönau in Steffisburg ist, wie der zweite Trainingsplatz des FC Steffisburg auch, in einem schlechten Zustand. Deshalb soll möglichst bald ein Kunstrasen her.
Patric Spahni

Ereignisse wie die Euro 08, die Erfolge der Schweizer Nationalmannschaft an der U17-WM in Nigeria oder die WM vom kommenden Jahr in Südafrika bescheren dem Fussballclub Steffisburg jedes Mal ein paar Mitglieder mehr. «In den letzten Jahren ist unser Verein wegen der Popularität des Fussballsports stetig gewachsen», sagt Präsident Heinz Gilgen. 13 Mannschaften zählte er 2004, heute sind es mit 25 fast doppelt so viele. «Wir sind an der Anzahl Mannschaften gemessen der zweitgrösste Klub im Kanton», sagt Gilgen.

«Dringender Bedarf»

So sehr der Zustrom an Fussballnachwuchs den Präsidenten des FC Steffisburg freut; seit der Verein so viele Mitglieder hat – heute sind es rund 330 –, stösst er platzmässig an Grenzen. «Am Mittwoch trainieren auf unseren beiden Hauptplätzen Eichfeld und Schönau beispielsweise bis zu 13 Mannschaften», sagt Gilgen. Zu viel für das zarte Grün. Die Plätze würden unter der Belastung der Trainings und Spiele enorm leiden, so Gilgen: «Obwohl der Rasen jedes Jahr saniert wird, hat sich der Zustand der Plätze in den vergangenen fünf Jahren stetig verschlechtert und birgt heute eine Verletzungsgefahr für die Spieler.»

Besonders prekär gestalte sich die Situation bei schlechtem Wetter, das die Plätze zu regelrechten Schlammfeldern werden lasse. Für den Präsidenten des FC Steffisburg gibt es nur eine Lösung: «Wir brauchen einen Allwetterplatz respektive einen Kunstrasenplatz.» Die Gemeinde hat den Bau eines solchen für rund eine Million Franken zwar vorgesehen, allerdings erst in rund acht Jahren – zu spät für den FC Steffisburg. «Es besteht dringender Handlungsbedarf», betont Gilgen. Einzige Ausweichmöglichkeit sei momentan der Sportplatz Zelg, der allerdings sehr klein und in einem ebenfalls schlechten Zustand sei. «Der Zuwachs an Neumitgliedern hält weiter an, die Situation wird sich verschärfen.» Ohne Allwetterplatz wäre der FC gezwungen, wie vor zwei Jahren bereits einmal kurzzeitig eingeführt, wieder einen Aufnahmestopp zu veranlassen.

Kunstrasen fürs Hockey

Das Thema Kunstrasen beschäftigt momentan auch die Mitglieder des HC Steffisburg. «Wir sind der einzige Landhockeyklub in der Schweiz, der noch auf Naturrasen trainiert», sagt Präsident Dominik Schönholzer. Seit Jahren bestehe der Wunsch, den Trainingsplatz in der Erlen mit Kunstrasen zu versehen. «Das ist für das Überleben unseres Vereins und die Qualität der Trainings entscheidend», betont Schönholzer.

Die beiden Klubs haben sich mit ihren Anliegen nun gemeinsam an die Gemeinde gewandt und einen Antrag zur Verbesserung der Sportplatzinfrastruktur gestellt. Ihre konkrete Forderung: Bis in zwei Jahren soll ein Fussballkunstrasen auf dem Schönau- oder Eichfeldplatz und ein zweiter Allwetterplatz in der Erlen für die Landhockey-Spieler entstehen. Letztere bräuchten einen fast teppichähnlichen, sehr flachen Kunstrasen.

Auch im GGR Thema

Unterstützung erhalten die beiden Vereine auch von politischer Seite. Sowohl SVP-Mitglied und FC-Steffisburg-Ehrenpräsident Hans Ulrich Grossniklaus wie auch die EVP/EDU-Fraktion haben im Grossen Gemeinderat (GGR) einen Vorstoss zum Thema eingereicht.

Grossniklaus fordert den Gemeinderat auf, zu prüfen, ob der Bau eines Allwetterplatzes auf 2010 bis 2012 vorgezogen werden könnte. Die EVP/EDU-Fraktion hat den Gemeinderat beauftragt, zu prüfen, inwiefern der Sportplatz Zelg infrastrukturmässig verbessert werden könnte.

Der GGR Steffisburg wird die beiden Postulate an seiner nächsten Sitzung vom 22. Januar behandeln.

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