Fehlende Unterlagen sind nun beim Regierungsstatthalter

Mürren

Das Resortprojekt «The Myrrhen» in Mürren erhält wieder Schwung: Das im Bewilligungsverfahren geforderte detaillierte Betriebskonzept wurde eingereicht. Hängig sind aber immer noch 13 Einsprachen.

So soll «The Myrrhen» aussehen.

So soll «The Myrrhen» aussehen.

(Bild: Ueli Flück)

Die Bauherrschaft vom Resortprojekt «The Myrrhen» reichte die im letzten Monat versprochenen Unterlagen für das rund 30 Millionen Franken teure Projekt im Zentrum von Mürren beim Regierungsstatthalter ein.

Die Entwicklergemeinschaft, bestehend aus Schilthornbahn AG (Landeigentümer), MHBD Swiss Resorts Development&Management (Betreiber) und Steiner AG (Totalunternehmung), schrieb Dienstag: «Den vollständig möblierten Apartments auf 4-Stern-Niveau liegt ein strukturierter Beherbergungsbetrieb zugrunde: Sie werden ‹qualifiziert touristisch bewirtschaftet›.»

Im schützenswerten Ortsbild

Das Projekt «The Myrrhen» besteht aus 76 Wohnsuiten, die sich auf vier Baukörper verteilen. «Sie sind 2- bis 4-Zimmer gross und gemütlich eingerichtet», erläutern die Initianten. Eingebettet in das schützenswerte Ortsbild, sollen sie eine attraktive Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau eröffnen.

Bar im Postgebäude

Das bestehende, traditionsreiche Postgebäude soll demnach mit Bar, Réception und Frühstücksraum ergänzt werden. «Mit der hotelmässigen Bewirtschaftung der Apartments wird ein konsequenter Fokus auf warme Betten gelegt, das heisst auf gut ausgelastete Wohnsuiten zur Vermietung an Gäste aus der Schweiz, Europa und anderen internationalen Destinationen.»

Die hotelmässigen Dienstleistungen umfassen unter anderem Réceptions- und Conciergedienste, Bar/Cafe-Bar und Frühstücksbuffet, Wohnungsreinigung, Wäscheservice, Auffüllen des Kühlschranks, Sicherung anerkannter Qualitätsstandards sowie auch Gepäcktransporte. Einen entscheidenden Faktor stelle die «langfristige Sicherstellung einer tragfähigen Belegung» der Apartments dar, schreiben die Initianten weiter.

Das von MHBD angewandte Konzept beruhe auf mehrjährigen Vertriebsvereinbarungen mit renommierten nationalen, europäischen und weiteren internationalen Reiseveranstaltern, ergänzt durch lokale und regionale Reservationsplattformen.

13 hängige Einsprachen

Das Siegerprojekt von Brügger Architekten aus Thun wurde gemäss den Empfehlungen des Preisgerichts überarbeitet und im September 2014 als bau- und zonenrechtlich konforme Baueingabe eingereicht.

13 Einsprachen sind noch hängig. Darunter eine Kollektiveinsprache mit 527 Unterschriften. Mitinitiant Martin von Allmen: «Wir möchten die Unterlagen zum Betriebskonzept zuerst studieren, bevor wir dazu Stellung nehmen.» Und sowieso müsse zuerst das Baubewilligungsverfahren aufgenommen werden, bevor Einspracheverhandlungen stattfinden könnten.

Das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli hatte im Februar bekannt gegeben, das Baubewilligungsverfahren für das Aparthotelprojekt «The Myrrhen» so lange zu sistieren, «bis ein detailliertes Bewirtschaftungskonzept beziehungsweise genügende Unterlagen vorliegen, auf deren Grundlage beurteilt werden kann, ob die Anforderungen an die qualifiziert touristische Nutzung erfüllt sind».

Die Bauherrschaft ist nun sehr zuversichtlich: «Die Entwicklergemeinschaft ist überzeugt, dass das Baubewilligungsverfahren nun rasch zu einem positiven Abschluss kommt. Die Baubewilligung wird unverändert für das Frühjahr 2015 erwartet», heisst es in der Mitteilung vom Dienstag.

Nun muss der Regierungsstatthalter entscheiden, ob er das Baubewilligungsverfahren für das Hotelprojekt wieder aufnehmen will. Danach finden Einspracheverhandlungen statt.

Berner Oberländer

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