Zum Hauptinhalt springen

Ferienwohnungsbesitzer blitzen vor Gericht ab

Ferienwohnungsbesitzer an der Lenk haben sich vor Verwaltungsgericht gegen die pauschal erhobenen Kurtaxen gewehrt. Dieses hält die Pauschale respektive deren Berechnung für zulässig und wies die Beschwerde ab.

Die pauschalen Kurtaxen für Ferienwohungsbesitzer an der Lenk bleiben, wie sie sind.
Die pauschalen Kurtaxen für Ferienwohungsbesitzer an der Lenk bleiben, wie sie sind.
zvg

Konkret ging es um die Kurtaxenpauschale für das Jahr 2011. Diese betrug im Fall der Beschwerdeführer je nach Wohnung zwischen 350 und 795 Franken. Eine Pauschale bezahlen jene Ferienwohnungsbesitzer, die nicht in der Gemeinde wohnen und ihre Wohnung nicht vermieten.

Die Ferienwohnungsbesitzer hatten nicht die Pauschale an sich kritisiert, sondern deren Berechnungsgrundlage. Tatsächlich geht man an der Lenk davon aus, dass Ferienhausbesitzer, die ihre Wohnung nicht oder nur gelegentlich an Freunde und Familie vermieten, rund 47-mal pro Jahr darin übernachten.

Die Beschwerdeführenden verwiesen auf ein kantonales Musterreglement, das von lediglich 35 Übernachtungen pro Bett ausgeht. Schon dieser Wert sei hoch, denn er würde bedeuten, dass die Wohnungsbesitzer sämtliche Ferien an der Lenk verbringen würden, argumentierten die Zweitwohnungsbesitzer.

Doch diese Annahme sei wenig realistisch, denn nicht selten stünden berufliche oder familiäre Verpflichtungen Ferien im Weg. Ausserdem bestehe hin und wieder auch das Bedürfnis, die Ferien andernorts als an der Lenk zu verbringen.

Gericht geht von guter Auslastung aus

Das Verwaltungsgericht betonte in seinem am Dienstag veröffentlichten Urteil, dass das kantonale Musterreglement von 35 Übernachtungen pro Bett ausgehe, in bekannten Tourismusdestinationen aber auch eine höhere Zahl für angemessen halte.

Die Lenk sei ein bekannter und sehr gut erschlossener Tourismusort, also dürfe man von einer guten Auslastung der Wohnungen ausgehen, heisst es im Urteil weiter.

Der strittige Ansatz von 47 Übernachtungen liege innerhalb des Gestaltungsspielraums, der den Gemeinden in dieser Frage zukomme, urteilte das Verwaltungsgericht.

Die Lenk ist im Kanton Bern Spitzenreiter, was Zweitwohnungen anbelangt. Sechs von zehn Wohnungen sind dort Ferienwohnungen, viele davon gehören Leuten aus dem Kanton Bern.

SDA/tan

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch