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Fünf Einsprachen gegen Parkplätze

Wie gestern bekannt wurde, wehren sich fünf Einsprecher gegen die 18 geplanten oberirdischen Parkplätze im Rahmen des Bahnhofumbaus in Spiez. Die BLS gibt sich aber kämpferisch und hält an den Parkplätzen fest.

Auf dem Platz zwischen dem Pavillon von Spiez Tourismus (rechts) und der Terrasse des Bahnhofbüfetts sollen 18 Parkplätze entstehen. Der mittlere Pavillon müsste dem Parkplatz weichen.
Auf dem Platz zwischen dem Pavillon von Spiez Tourismus (rechts) und der Terrasse des Bahnhofbüfetts sollen 18 Parkplätze entstehen. Der mittlere Pavillon müsste dem Parkplatz weichen.
Archiv BO / Lauper

Verweil- und Begegnungszone oder zusätzliche Parkmöglichkeit? Diese Frage erhitzt momentan in Spiez die Gemüter. Im Rahmen des geplanten Bahnhofumbaus mit Gesamtkosten in der Höhe von 18 Millionen Franken beabsichtigt die BLS, auf dem Vorplatz zwischen Spiez-Tourismus-Pavillon und Bahnhofhauptgebäude 18 oberirdische Parkplätze bereitzustellen. Bis jetzt dient der Platz als Terrasse des Bahnhofbüfetts. Eine hauchdünne Mehrheit des Parlaments hatte gegen diese Pläne in der GGR-Sitzung von letzter Woche eine Motion eingereicht. Zudem hat die Gegnerschaft am Dienstag die Unterschriftensammlung für eine Petition zur Erhaltung des Vorplatzes lanciert (wir haben berichtet). Gestern nun wurde bekannt, dass auch fünf Einsprachen gegen die 18 Parkplätze bei der Bauverwaltung eingegangen sind. Die entsprechende Frist war am Montag abgelaufen.

«Bei den Einsprechern handelt es sich um die Ortsparteien der Grünen und der SP, die Gruppierungen VCS Thun-Oberland und Pro Velo Region Spiez sowie um eine Privatperson», erklärte Martin Wells, Sachbearbeiter Hochbau bei der Bauverwaltung, auf Anfrage. Die Einsprachen würden nun der Bauherrin, also der BLS, vorgelegt; diese könne dazu Stellung nehmen und Einigungsverhandlungen einfordern. Wie es mit dem Projekt weitergehe, stehe dann erfahrungsgemäss in etwa ein bis zwei Monaten fest.

Bei der BLS wusste gestern zunächst niemand etwas von den Einsprachen. «Diese Information ist mir neu», erklärte Mediensprecher Hans Martin Schaer. Man werde nach Erhalt der Beschwerden deren genauen Wortlaut überprüfen und danach weiterentscheiden. Schaer liess aber bereits durchblicken, dass die BLS klar an den Parkplätzen festhält: «Einerseits wünscht sich die Bevölkerung, den Bahnhof verstärkt kommerziell nutzen zu können, was wir beim Umbau mitberücksichtigen. Dies bedingt aber andererseits mehr Parkmöglichkeiten.» Mit kommerzieller Nutzung meinte Schaer insbesondere den geplanten Lebensmittelladen.

Plan B mit Parkhaus?

Ob die eingereichten Einsprachen den ursprünglichen Zeitplan durcheinanderbringen – der Baubeginn ist auf Ende 2009/Anfang 2010 angesetzt – ist laut Gemeinderat Stefan Kocherhans (FDP) schwierig zu sagen. «Es ist aber unbestritten, dass wir das Parkplatzproblem jetzt lösen müssen. Immer wieder höre ich von verschiedenen Leuten, dass in den Stosszeiten rund um den Bahnhof wild parkiert werde», so der Vorsteher des Ressorts Umweltschutz und Planung. Der Gemeinderat sei für Gespräche mit beiden Seiten bereit. Für den Fall, dass die 18 geplanten Parkplätze dereinst nicht oder nicht alle umgesetzt werden können, hält Kocherhans sogar einen Plan B bereit: «Im Bahnhof-Parkhaus können Kurzparker schon heute 15 Minuten gratis parkieren. Wir müssen uns überlegen, ob diese Frist nicht auf 30 Minuten ausgedehnt werden könnte.»

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