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Gebüsste Sennerin bleibt optimistisch

Ganze 27 Sommer lang hat Lisa Abbühl einen Alpbetrieb mit Bergbeizli geführt. Auf diesen Erfahrungen basierend hat sie danach zuhause ein Café eröffnet. Doch den vom Lebensmittelinspektor geforderten Papierkrieg verlor die Ex-Sennerin – und muss nun Busse tun.

Lisa Abbühl demonstriert ihre Wirkungsstätte am Nitrain: Auf diesem hübschen Plätzchen werden im Sommer Wanderer verköstigt.
Lisa Abbühl demonstriert ihre Wirkungsstätte am Nitrain: Auf diesem hübschen Plätzchen werden im Sommer Wanderer verköstigt.
Peter Rothacher

In einem Lokal von bis zu 30 Sitzplätzen können Gäste bewirtet werden, ohne dass der Lokalbetreiber eine Wirteprüfung absolvieren muss. Auf dieser Grundlage entstanden auch im Oberland schon diverse Bistros und ähnliche Kleinbetriebe. Dass es allerdings nicht ganz so einfach geht, musste eine ehemalige Sennerin im Simmental erfahren. Denn eine Strafanzeige des Lebensmittelinspektors trifft sie empfindlich: 996 Franken Busse, sechs Tage Gefängnis oder 40 Stunden gemeinnützige Arbeit, so lautet das richterliche Verdikt. Und dies, obschon die Frau über langjährige Erfahrung im Verköstigen von Gästen verfügt und auch ihr Ehemann seit nun bald 25 Jahren als Milchkontrolleur im Einsatz steht.

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