Gemeinde plant Aula-Sanierung neu

Heimberg

Nach der Abstimmungsniederlage ist vor dem Neustart: Der Gemeindepräsident will ein Projekt für die Sanierung der Aula ausarbeiten.

So hätte der Neubau der Aula in Heimberg ausgesehen. Nach dem Nein der Bevölkerung wird nun ein neues Projekt für die Sanierung der Aula ausgearbeitet.

So hätte der Neubau der Aula in Heimberg ausgesehen. Nach dem Nein der Bevölkerung wird nun ein neues Projekt für die Sanierung der Aula ausgearbeitet.

(Bild: zvg)

Marco Zysset@zyssetli

Eine einzige Stimme gab den Ausschlag, dass die Gemeinde Heimberg ein neues Projekt für die Sanierung der Aula ausarbeiten muss. Am Wochenende hatten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit 914 zu 913 Stimmen ein 6,45-Millionen-Projekt für die Sanierung und den Ausbau des Gebäudes mit dem denkbar knappsten Ergebnis überhaupt bachab geschickt. Am Tag nach der historisch engen Ausmarchung sagt Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) auf Anfrage: «Es gilt jetzt, ein konkretes Sanierungsprojekt für die Aula auszuarbeiten.» Dabei sollen energietechnische Massnahmen als auch der behindertengerechte Zugang im Zentrum stehen. «Auch die Möglichkeit, künftig gleichzeitig Anlässe in der Aula und im Schulhaus durchzuführen, wollen wir uns weiter offenhalten», sagt er.

Planung braucht Zeit

Gleichzeitig mahnt Röthlisberger, dass es mit der Sanierung nicht von heute auf morgen gehe: «Wir rechnen mit mindestens einem Jahr, bis wir ein abstimmungsreifes Projekt haben.» Ein weiteres Jahr werde wohl bis zum Baustart ins Land ziehen, zwei weitere dürften die Bauarbeiten dauern. Ab 2019, wenn die Aula frühestens fertig saniert ist, soll eine neue Mehrfachhalle gebaut werden.

Könnte diese nach dem Nein zur vergrösserten Aula allenfalls auch als Mehrzweckhalle genutzt werden? «Eine voll funktionale Mehrzweckhalle dürfte den finanziellen Rahmen sprengen», schätzt der Gemeindepräsident. «Aber es ist denkbar, dass für gewisse Veranstaltungen Synergiepotenzial besteht.»

Keine Beschwerde

Das knappe Resultat war auch für Margrith Wenger, Präsidentin des Kulturvereins Heimberg, «unfassbar». Sie hatte mit den Präsidentinnen der Trachtengruppe und des Turnvereins, an vorderster Front für ein Ja gekämpft. Ist den Dorfvereinen am Ende zum Verhängnis geworden, dass sie mit der Erweiterung zu viel wollten? «Solche Überlegungen haben wir uns im Vorstand auch gemacht», sagt sie. «Wir kamen aber zum Schluss, dass dem Stimmvolk kein Flickwerk präsentiert werden soll.»

Trotz der Enttäuschung plant der Kulturverein laut Wenger keine Abstimmungsbeschwerde: «Wir haben noch nicht darüber gesprochen, aber ich denke nicht, dass dies noch etwas bringt.» Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass die Vereine «trötzelen».

Thuner Tagblatt

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