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Gemeindepräsident weist Vorwürfe zurück

Grindelwalds Gemeindepräsident Emanuel Schläppi weist Vorwürfe zurück, die Gemeinde bevorzuge in Bauangelegenheiten Einzelinteressen. Entscheide der Gemeindeversammlung gelte es zudem zu akzeptieren.

«Wir gehen davon aus, dass das Haus bald abgerissen wird, doch liegt die Angelegenheit derzeit beim Kanton», sagte gestern Emanuel Schläppi auf Anfrage. Der Gemeindepräsident von Grindelwald bestätigte die Angaben im «Bund» vom Mittwoch, dass das Chalet von Peter Bleuer auf der Oberen Egg in Grindelwald nicht auf der neusten Liste der schützenswerten Bauten in der Gemeinde Grindelwald figuriert. Wie die Zeitung weiter berichtet, soll Bleuer vor knapp zehn Jahren vom Regierungsstatthalteramt in Interlaken die Bewilligung für den Bau eines neuen Wohnhauses – mit der Bedingung erhalten hat, dass der Altbau innert einem halben Jahr nach dem Umzug abgerissen wird.

Unter Schutz?

Dies sei auch so geplant gewesen, wird die Ehefrau von Peter Bleuer zitiert. Dann seien aber Vertreter der Gemeinde und der kantonalen Denkmalpflege vorbeigekommen und hätten beantragt, dass das alte Gebäude unter Schutz zu stellen ist. Das Haus steht heute noch. Der Kreisleiter Berner Oberland der kantonalen Denkmalpflege, Heinz Mischler, weilt derzeit in den Ferien und auf Anfrage bei der Abteilung in Bern konnte gestern niemand in dieser Angelegenheit eine Stellungnahme abgeben.

Gemeindepräsident Emanuel Schläppi sagt, dass ein allfälliger Augenschein vor Ort vor seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hätte erfolgen müssen. «Dokumentiert ist jedoch nichts», sagt er. Der Gemeinderat halte aber an einem Abbruch des alten Gebäudes fest. «Dies haben wir vor Kurzem an einer Ratssitzung bekräftigt,» sagte Schläppi.

Bürger genehmigten Tausch

Zum vom «Bund» geschilderten Fall des Landabtausches der Brawand Zimmerei AG, deren Chef durch die Schaffung einer Wohn- und einer Arbeitszone doppelt entschädigt worden sei, hat Schläppi eine klare Meinung: «An der Gemeindeversammlung wurde auch über dieses Geschäft diskutiert und es trifft zu, dass nicht alle gleicher Meinung waren. Doch die Bürgerinnen und Bürger haben diesem Abtausch zugestimmt und diesen Entscheid gilt es zu akzeptieren».

Keine Bevorzugungen

Grindelwalds Gemeindepräsident weist gegenüber dem «Bund» Vorwürfe zurück, wonach Interessen Einzelner in Grindelwald bevorzugt behandelt werden.

BZ/hau

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