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Guide bei Canyoning-Unfall schwer verletzt

Ein Canyoning-Guide hat sich am Dienstag bei einem Selbstunfall im Saxetbach im Berner Oberland schwer verletzt. Die Rega flog den Patienten ins Spital. Die Mitglieder der Tourengruppe kamen mit dem Schrecken davon.

Bild Telebärn: Im Gebiet des Saxetbaches ereignete sich der Unfall.
Bild Telebärn: Im Gebiet des Saxetbaches ereignete sich der Unfall.

Am Morgen war der Guide der Firma Outdoor Interlaken mit seiner Gruppe zum Saxetbach aufgebrochen. Bei einem Sprung, den nur die Guides ausführten, sei er auf einem Stein aufgeschlagen, sagte Philipp Willi, Geschäftsführungsmitglied des kommerziellen Outdoor- Anbieters, auf Anfrage.

Gegen 9.45 Uhr ging der Alarm bei den Rettungskräften ein. Von der Rega-Basis Gsteigwiler startete ein Helikopter, der mit einer Rettungswinde einen Notarzt und einen Rettungsspezialisten im Gelände absetzte.

Dort wurde der verletzte Guide sofort ärztlich betreut und anschliessend ins Spital geflogen, wie Rega-Mediensprecher Christian Trottmann auf Anfrage eine Meldung von «Radio Berner Oberland» bestätigte.

Die Mitglieder der Gruppe habe man zurück auf die Basis von Outdoor Interlaken transportiert, führte Willi aus. Sie seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen und auch nicht verletzt worden. Ihnen gehe es gut.

Traurige Berühmtheit

Der Unfall vom Dienstag ereignete sich auf den Tag genau elf Jahre nach einem verheerenden Canyoning-Unglück im selben Bach. Damals kamen in einer Wasserwalze 21 junge Menschen ums Leben. Sie hatten sich ebenfalls auf einer geführten Canyoning-Tour befunden.

Eine Gedenkstätte am Saxetbach erinnert noch heute an die Toten. Das Drama von 1999 löste weltweit heftige Reaktionen aus. Die Outdoor-Branche unterzog sich danach gewissen Regeln und Qualitätskontrollen.

Immer wieder Unfälle

Der Saxetbach wird, wie andere Gewässer im Berner Oberland auch, von professionellen Outdoor-Anbietern für Canyoningtouren genutzt. Das Unternehmen Outdoor Interlaken ist nach eigenen Angaben auf der Internetseite mit dem Label «Safety in Adventures» zertifiziert.

Beim Canyoning werden Schluchten begangen. Dazu gehören meist Kletter- und Rutschpartien, aber auch Sprünge ins Wasser und Schwimmpassagen.

Im Berner Oberland bieten diverse Outdoor-Unternehmen begleitete Aktivitäten für Touristen aus aller Welt an, dazu gehören neben dem Canyoning etwa Gleitschirmflüge, Bungy Jumping oder Riverrafting. Die Outdoor-Branche ist längst zu einer bedeutenden Akteurin in der Berner Oberländer Tourismusindustrie geworden.

Immer wieder kommt es bei solchen Aktivitäten auch zu Unfällen. Ende Juni verunglückte ein 31-jähriger Tourist aus Saudiarabien tödlich bei einer Riverrafting-Tour auf der Lütschine bei Wilderswil.

Auch ein anderes Unglück in der Region Interlaken sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen: Eine Frau aus Pakistan zog sich auf der Sommerrodelbahn Heimwehfluh tödliche Verletzungen zu.

Sehen Sie mehr zum Thema: Ab 18 Uhr stündlich auf Telebärn.

SDA/sgl,vh

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