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Hockey-Freiluft-Länderspiel

Nun ist es definitiv: In der Vorbereitungsphase auf die Eishockey-WM vom 24. April bis 10.Mai 2009 in der Schweiz absolviert die Nati in Gstaad ein Trainingsspiel unter freiem Himmel. Der Gegner am 7.Februar heisst Slowakei.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der Fussball-Nationalmannschaft an der Euro 08 wollen es die Schweizer Eishockeyspieler besser machen. Professionell arbeiten sie auf die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr hin, die vom 24.April bis 10.Mai in Zürich und Bern stattfinden. Die Spieler von Coach Ralph Krueger planen insgesamt 18 Länderspiele zur Vorbereitung auf den Grossanlass. Dass sie am Samstag, 7. Februar, um 16 Uhr eines davon in Gstaad auf der Kunsteisbahn gegen die Slowakei – und zudem noch unter freiem Himmel – absolvieren würden, ist aussergewöhnlich. Damit ist das, was vor einigen Monaten als Idee angekündigt wurde, jetzt spruchreif geworden und kann realisiert werden.

Ungewohnte Bedingungen

«Nur sehr wenige Spieler haben je einen Match ausserhalb einer Halle gespielt», erzählt Ruedi Kunz, Mitorganisator des einzigartigen Events. Die Bedingungen beim Freiluftländerspiel werden ungewohnt sein, da Schnee, Regen und Sonne die Oberfläche des Eises stark verändern können. «In einer Halle treffen die Spieler immer eine optimale Eisbeschaffenheit an, in Gstaad kann man das aus natürlichen Gründen nicht garantieren», erklärt der Initiator.

Netze statt Banden

Die Banden werden durch Netze ersetzt; ein besonderer Nervenkitzel für Spieler und Zuschauer. «So nah wie hier sind die Fans den Spielern selten. Sie sitzen praktisch auf dem Eis», erklärt der OK-Präsident des alljährlichen Beachvolley-Turniers. Seinem unermüdlichen Engagement in verschiedenen Sportbereichen ist es zu verdanken, dass dieses einzigartige Eishockeyländerspiel in Gstaad stattfinden wird.

Gegen St. Moritz gewonnen

Ruedi Kunzes Erfahrung im Eventbereich, seine berufliche Vergangenheit beim Eishockeyverband und sein Engagement als Klubpräsident des Eishockeyclubs Gstaad-Saanenland sind die richtige Mischung, um das Projekt in die Realität umzuwandeln. «Auch St.Moritz hatte ein ungewöhnliches Projekt. Die Verantwortlichen wollten auf dem See ein Länderspiel austragen», erzählt der Initiator des Gstaader Länderspiels. Doch wegen logistischen Schwierigkeiten in St.Moritz und Ruedi Kunzes guten Draht zum Verband erhielt das OK im Saanenland grünes Licht.

Ganzes Hockeyweekend

Wo sich im Sommer Beachvolleyballer und Tennisspieler Bälle um die Ohren schlagen, werden im kommenden Februar auf der offenen Gstaader Kunsteisbahn Pucks durch die Luft fliegen. Die rund 3000 Zuschauer, welche auf der Tribüne Platz finden werden, sollen ein einmaliges Eishockeywochenende in den Bergen erleben. Nebst dem erstklassigen Länderspiel wird mit diversen Side-Events – beispielsweise eine Eishockeyparty am Abend – das Herz eines jeden Fans der kalten Sportart erwärmt.

Riesiger Aufwand

Das OK – bestehend aus dem Eishockeyverband und der Sport Events Gstaad GmbH – will noch nicht zu viel verraten. Lieber will es noch die letzten Details genau planen. «Der Aufwand ist enorm. Ohne die Unterstützung des Verbandes hätten wir das Länderspiel nie veranstalten können», meint Ruedi Kunz. «Zudem kann ich auf die Mithilfe des HC Gstaad-Saanenland zählen.»

Mit dem Openair-Länderspiel der Schweiz gegen die Slowakei wird in Gstaad sowohl Spielern wie Zuschauern und Einheimischen ein einzigartiges Erlebnis geboten.

30'000 beim Tatzen-Derby

Ein Spiel unter freiem Himmel zog schon im Januar 2007 die Massen an. Damals wurde das Fussballstadion Stade de Suisse in Bern zu einer Eishockeyarena umgebaut. Über 30'000 Zuschauer verfolgten damals das 100. Tatzen-Derby zwischen dem SC?Bern und dem SCL?Tigers und kamen in den Genuss eines aussergewöhnlichen Sportereignisses. Etwas Ähnliches versucht jetzt auch Gstaad zu realisieren.

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