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Informationssäule zum Dakota-Absturz – mit oder ohne Propeller

In der Nähe des Gauligletschers will die Gemeinde Innertkirchen eine Informationssäule zum Dakota-Absturz errichten. Offen bleibt vorerst, ob Wanderer dort dereinst auch den Propeller des abgestürzten Flugzeugs besichten können.

Gipfeltreffen am 18.6.2014 im Gauligebiet: Walter Brog, Gemeindepräsident Innertkirchen, Grossrat Peter Flück, Suzi LeVine, US-Botschafterin in Bern, Regierungsrat Hans-Jürg Käser und Regierungsstatthalter Martin Künzi. Hinter der Gruppe ist auch das Duplikat des Propellers der abgestürzten Dakota zu sehen.
Gipfeltreffen am 18.6.2014 im Gauligebiet: Walter Brog, Gemeindepräsident Innertkirchen, Grossrat Peter Flück, Suzi LeVine, US-Botschafterin in Bern, Regierungsrat Hans-Jürg Käser und Regierungsstatthalter Martin Künzi. Hinter der Gruppe ist auch das Duplikat des Propellers der abgestürzten Dakota zu sehen.
Beat Jordi
Eine Gedenksäule informiert mit Kurztexten und einem Duplikat des Propellers über den Absturz im Jahr 1946.
Eine Gedenksäule informiert mit Kurztexten und einem Duplikat des Propellers über den Absturz im Jahr 1946.
Beat Jordi
Mit einem Superpuma der Schweizer Armee wurde der Propeller vom Gletscher zur Gaulihütte geflogen.
Mit einem Superpuma der Schweizer Armee wurde der Propeller vom Gletscher zur Gaulihütte geflogen.
Keystone
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Seit er im Juli 2012 aus dem Eis des Gauligletschers auftauchte, ist das Interesse am Dakota-Propeller ungebrochen. Jetzt will die Gemeinde Innertkirchen diesem Interesse entgegenkommen und am Rande des Gauligletschers eine Informationssäule zum Absturz (siehe Box) aufstellen.

Die 2,3 Meter hohe Säule soll im Bereich der Chamliegg stehen, rund eine Wegstunde entlang des bestehenden Wegs von der Gaulihütte entfernt. «Sie wird gleich aussehen wie die bestehende Säule bei der Triftbrücke», erklärt Walter Brog, Gemeindepräsident von Innertkirchen. Die Gesamtkosten betragen laut Brog rund 10'000 Franken inklusive Transport per Helikopter. «In einem späteren Schritt möchten wir auch geführte Touren entlang der Route der Retter von damals anbieten», sagt Brog.

Standort des Propellers unklar

Die Einsprachefrist für das Baugesuch läuft am 30. August ab. Gehen bis dann keine Einsprachen ein, kann die Säule noch im September montiert werden. Bis jetzt liegen laut der Gemeinde noch keine Einsprachen vor.

Umstrittener als das Säulenvorhaben ist aber die Frage, wo der Propeller in Zukunft gezeigt werden soll. «Wir würden den Propeller gerne neben der Informationssäule positionieren», sagt Walter Brog, Gemeindepräsident von Innertkirchen. Die Frage nach dem Ausstellungsort des Fundstücks sei ein mehrstufiger Entscheid, sagt Daniel Gutscher, Berner Kantonsarchäologe. «Je nach Lösung ergeben sich finanzielle Konsequenzen, die jemand tragen muss», so Gutscher.

Der Propeller gilt als archäologisches Gut und gehört deshalb dem Kanton. Derzeit ist er auf dem Flugplatz Meiringen eingelagert. Spezialisten haben ihn so konserviert, dass er bei der Lagerung im Depot keinen Schaden nimmt. Sollte der Propeller aber draussen ausgestellt werden, müsste er neu präpariert werden.

Propeller im Oberland behalten

Eines von mehreren Treffen dafür, über den Standort des Propellers zu befinden, findet diese oder nächste Woche statt. Kantonsarchäologe Gutscher betont: «Dieser Entscheid wird nicht einfach in Bern gefällt, sondern zusammen mit der Gemeinde und der Luftwaffe.» Das Gebirgsdetachement der Luftwaffe unter der Leitung von Fritz Teuscher hatte bis jetzt die Transporte des Propellers übernommen.

Das Fundstück könne wohl draussen gelagert werden, aber nicht nur: «Es stehen auch andere Szenarien offen, bis hin zum Aufstellen einer Kopie neben der Säule», sagt Gutscher. Diese Idee stösst im Oberland auf den ersten Blick auf wenig Gegenliebe. Sowohl Brog wie Teuscher wollen sich aber erst nach der Besprechung mit dem Kantonsarchäologen zu den verschiedenen Optionen äussern. «Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten aus der Region bleibt aber, dass der Propeller im Oberland ausgestellt werden kann», sagt Teuscher.

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