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Kampfwahl ums Ratspräsidium

Wählt Kandersteg einen neuen Gemeinderatspräsidenten? Acht kandidieren zudem für sechs Gemeinderatssitze.

In Kandersteg wird am Freitag gewählt. Den Verzicht auf eine Kandidatur für das Amt des Gemeindepräsidenten hat der aktuelle Präsident René F. Maeder (BDP) bereits früh erklärt. Nachfolger wird ohne Gegenkandidat der frühere Gemeinderatspräsident Bruno Jost (parteilos). Für das Amt des Gemeinderatspräsidenten kandidieren der Bisherige Peter Stoller (parteilos) sowie der ebenfalls Parteilose Paul Borter (neu). In Kandersteg sorgt diese Kampfwahl zumindest für Diskussionen.

Der Bisherige Peter Stoller möchte, dass sein Kandersteg künftig noch mehr als Ökodorf wahrgenommen wird. «Keine neuen Ölheizungen, mehr Minergiebauten und Autos mit Elektromotoren», ist eine seiner Visionen. Massgebend für eine Gemeinde sind die Finanzen, der Spielraum ist oft nicht gross. «Durch eine solide Basis können wir die Bedürfnisse grösstenteils decken. Gefährlich würde es, wenn wir uns mit überrissenen Projekten überschätzten», sagt der Gemeinderatspräsident.

Sorgen macht ihm die Tatsache, dass es immer schwieriger werde, geeignete Behördenmitglieder zu finden. «Die Gruppierungen, die Leute aufstellen, sollten sich bewusst sein, dass es dazu einige Erfahrung, Ausdauer und eine Lederhaut braucht.» Längerfristiges Engagement sei gefragt.

Der Herausforderer

Auf die konkrete Frage, wieso er kandidiere, antwortet Herausforderer Paul Borter geheimnisvoll: «Lassen Sie sich überraschen.» Er kandidiere nicht, weil er unzufrieden sei, sondern weil er neue Ideen bringen möchte. Kandersteg solle ein Ort werden, aus dem frische Ideen und Projekte stammten. Es sei ein tolles Dorf, aber seit Jahren stabil und «Veränderungen sind zwar machbar, aber schwer zu erreichen». Man müsse Arbeitsplätze schaffen , um neue Steuerzahler zu gewinnen. Für Hotelgäste und Einwohner müsse das Dorf attraktiver werden, wobei auch die Gemeinde gefordert sei, ist er überzeugt. «Um die Ideen zu verwirklichen, brauchen wir ein gutes Team im Gemeinderat. Zusammenhalt in der Gemeinde ist mein Motto: Die Schule muss im Dorf bleiben, wie die Kirche auch» Schritt für Schritt könne etwas geändert werden.

Der Gemeinderat

Für den Gemeinderat (sechs Sitze exklusive Ratspräsident) stellen sich acht Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Anton Kummer, SVP, bisher; Maya Luderer, parteilos, bisher; Barbara Jost, parteilos, bisher; Irene Marti Bichsel, parteilos, bisher; Andreas Fetzer, FDP, bisher; Therese Künzi, parteilos, neu; Paul Breitschmid, FDP, neu, und Fritz Rösti, SVP, neu. Somit treten alle bisherigen Gemeinderäte wieder an, Ausnahme wegen Amtszeitbeschränkung ist Ernst Rösti (SVP). Den Minderheitenanspruch stellt keine Partei.

Entschieden wird die Zusammensetzung an der Gemeindeversammlung von morgen Freitag (19 Uhr). Weitere wichtige Traktanden sind unter anderem Kredite für die Schanzenanlage, den Kongresssaal, neue Tennisplätze sowie Betriebsbeiträge für die Eisbahn.

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