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Kandidaten verteidigt

Gemeindepräsident von Saanen, Aldo Kropf verteidigt die vorgesehene Zusammensetzung des Verwaltungsrats der Gstaader Bergbahnen. Am Samstag soll das neue Gremium gewählt werden.

Am Samstag soll das neue Gremium des Verwaltungsrats der Gstaader Bergbahnen gewählt werden.
Am Samstag soll das neue Gremium des Verwaltungsrats der Gstaader Bergbahnen gewählt werden.
zvg

Bereits im Vorfeld der Generalversammlung der Gstaader Bergbahnen am Samstag gingen die Emotionen hoch. Insbesondere im Hinblick auf die Wahl des neuen Verwaltungsrats der Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) herrschen im Nobelort unterschiedliche Meinungen vor. Kaum präsentierte die Gemeinde Saanen als Hauptaktionärin am Mittwoch ihren Wahlvorschlag, hagelte es Kritik von der Spitzhornrunde. Die langjährigen BDG-Kritiker bezeichneten diesen insgesamt als lächerlich.

Für die Kritik zeigte Gemeindepräsident Aldo Kropf gestern kein Verständnis: «Wir boten allen Anspruchsgruppen die Möglichkeit, Kandidaten für den Verwaltungsrat vorzuschlagen. Dies wurde zwar auch gemacht, alle Personen zogen sich aber wieder zurück.»

Deshalb schlug die Gemeinde folgende Personen vor: den Saaner Gemeinderat Emanuel Raaflaub (Turbach) als neuer Präsident sowie den Gstaader Skischulleiter Jan Brand (Lauenen), den Zweisimmer Gemeinderat Matthias Matti (Zweisimmen) und Bergbahnberater Roland Zegg (Chur) als neue Mitglieder. Die bisherigen Verwaltungsräte Erik Söderström (Rougemont) und Christian Witschi (Bern) sollen im Gremium bleiben, alle anderen Bisherigen inklusive Präsident Bruno Kernen stehen nicht zur Wiederwahl.

Bedenken wegen Kropf

Ursprünglich war Kropf im Rahmen des anstehenden Sanierungs- und Restrukturierungsprozesses der maroden Bergbahnen selbst als VR-Präsident vorgesehen. «Wir haben aber gemerkt, dass es Bedenken gibt, wenn ich sowohl als VR- als auch als Gemeindepräsident amten soll», sagt Kropf. Trotzdem sei es richtig, einen Saaner Gemeinderat an die Spitze der BDG zu stellen. «Der Präsident sollte vor Ort anwesend und eine Ansprechperson sein.

Zudem haben wir den Umstrukturierungsprozess angestossen.» Kropf sieht darin auch keinen Widerspruch zur angestrebten Entpolitisierung der BDG. «Es ist nur ein Übergangsgremium. Längerfristig muss die Zusammensetzung nicht so aussehen.» Das Ziel sei schlicht gewesen, ein Gremium vorzuschlagen, das effizient an der Lancierung und Umsetzung des Restrukturierungsprozesses arbeiten könne.

Ablehnung angekündigt

Dass die Gemeinde mit der präsentierten Zusammensetzung versuche, diesen Prozess möglichst in ihrem Sinne und damit in Richtung stille Sanierung voranzutreiben, verneint Kropf vehement. «Es standen keine anderen Personen für die Ämter zur Verfügung. Jetzt kann man uns nicht vorwerfen, wir hätten den Prozess beeinflusst, der zu unserem Wahlvorschlag geführt hat.»

Derweil kämpft die Spitzhornrunde weiter für ihre Lösung aus der finanziellen Misere: eine gerichtliche Sanierung der BDG. In einer Einladung für eine Medienkonferenz vor der heutigen Generalversammlung kündigten sie gestern denn auch an, bei diversen Traktanden eine Ablehnung empfehlen zu wollen.

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