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Kanton will in Thierachern Deponie gegen Willen des Volks

Für den Kanton Bern herrscht im Raum Thun ein Notstand in Sachen Aushubmaterial: Nirgendwo kann unverschmutzte Erde deponiert werden.

Der Eyacher in Thierachern: Hier will der Kanton eine Deponie für Aushubmaterial einrichten.
Der Eyacher in Thierachern: Hier will der Kanton eine Deponie für Aushubmaterial einrichten.
Marc Imboden

Deshalb will der Kanton nun gegen den Willen der Bevölkerung von Thierachern in diesem Dorf eine Deponie einrichten.

Die kantonale Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) habe ein Verfahren für eine kantonale Überbauungsordnung für Aushubmaterial im Eyacher Thierachern eingeleitet, teilte die JGK am Freitag mit. Dies gemäss dem kantonalen Sachplan Abbau, Deponie, Transporte.

Dieser Plan sieht laut der Mitteilung vor, dass die JGK eine solche Überbauungsordnung erlassen kann, wenn im Bereich der Ver- und Entsorgung entweder kantonale oder überregionale Interessen gefährdet sind. Die JGK ist der Auffassung, dass diese Voraussetzungen im «Entwicklungsraum» Thun zutreffen.

Sie verspricht in der Mitteilung, im Rahmen dieses Verfahrens «nach möglichen Optimierungen des bisherigen Projekts» zu suchen. Dies im Bereich Verkehr und Erschliessung. JGK-Vorsteher Christoph Neuhaus hat eine Delegation des Gemeinderats von Thierachern mündlich über die Einleitung des Verfahrens orientiert.

Die Stimmberechtigten von Thierachern lehnten im September 2012 an der Urne eine Aushubdeponie im Eyacher ab - knapp mit sieben Stimmen Differenz.

SDA/mas

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