Kantonsbeitrag abgelehnt: Gemeinde reicht Beschwerde ein

Frutigen

Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion hat den Beitragsentscheid an die Sanierung der Otterenbachbrücke in Frutigen abgelehnt. Die Gemeinde fechtet den Entscheid beim Verwaltungsgericht an.

Die Otterenbachbrücke in Frutigen.

Die Otterenbachbrücke in Frutigen.

(Bild: zvg/Fritz Inniger)

«Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) hat das Begehren um einen Staatsbeitrag für den Ersatz der Wanderwegbrücke über den Otterenbach abgewiesen», teilt der Gemeinderat Frutigen in einer Medienmitteilung mit. Grund: Es handle sich dabei nicht um eine Investition, sondern um eine reine Instandsetzung. Folglich bestehe auch keine Beitragsberechtigung. Anders sieht dies die Gemeinde Frutigen: Nachdem die Brücke im Stägweidli im Oktober 2011 vom Hochwasser beschädigt wurde und bis Juni letzten Jahres gesperrt werden musste, entschied man sich für ein Neubauprojekt. Mit einem neuen, wenige Meter talabwärts gelegenen Standort, der aus Gründen «der Naturgefahren nötig» geworden sei. Dazu komme, dass es sich beim betroffenen Spissenweg um eine Hauptroute im Sinne des bestehenden Richtplans des Wanderroutennetzes handle und der neue Standort «einen grossen Mehrwert der Weganlage darstelle». Aus all diesen Gründen «erachtet die Gemeinde die Voraussetzungen für einen Beitrag von mindestens 40 Prozent als erfüllt» und fechtet den Entscheid der BVE vom vergangenen 11.Februar mit einer Beschwerde beim Verwaltungsgericht an.

Adelboden teilt Meinung

Die Kosten für das Neubauprojekt Otterenbachbrücke beliefen sich auf «circa 100'000 Franken», wie Frutigens Bauverwalter Peter Wenger sagt. «Zu 50 Prozent beteiligte sich auch die Gemeinde Adelboden am Projekt», fügt Gemeindeschreiber Peter Grossen hinzu. «Die Gemeinde Adelboden steht vollumfänglich hinter der Gemeinde Frutigen. Alle Aktionen wurden zusammen abgesprochen und eingefädelt», sagt Adelbodens Bauverwalter Markus Inniger. Beschwerdeführerin sei aber lediglich die Gemeinde Frutigen, weil sie offiziell als Projektleiterin fungierte.

«Wir sind der Meinung, dass die Ansprüche der Gemeinden durch die BVE nicht richtig interpretiert werden», sagt Peter Wenger. Eine Richtigstellung der Angelegenheit sei daher auch für weitere Projekte wichtig. Gemeinderat Urs Kallen erklärt: «Die Situation bei der Otterenbachbrücke ist völlig anders als vom Kanton beschrieben. Man ist versessen auf Paragrafen, die gar nicht zutreffen. Zudem wurde nicht berücksichtigt, dass es sich bei der Brücke um einen wichtigen Bestandteil des Hauptwanderweges handelt.» Peter Grossen: «Wir sind guten Mutes, recht zu bekommen. Die Otterenbachbrücke hat ganz klar ihren Standort gewechselt.»

Berner Oberländer

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