«Müssen die Akzeptanz erhöhen»

Saanen

Den Zusammenhalt und die gemeinsamen Ziele stellte der Präsident des Schweizer Bauernverbandes, Markus Ritter, im Hotel Landhaus in Saanen in den Mittelpunkt seines Referats.

Am Landwirtschaftsanlass der Saanen Bank (v.l.): Jürg von Allmen, Direktor der Saanen Bank, die Nationalräte Erich von Siebenthal und Markus Ritter sowie Saanen-Bank-Vizedirektor Urs Zumbrunnen.

Am Landwirtschaftsanlass der Saanen Bank (v.l.): Jürg von Allmen, Direktor der Saanen Bank, die Nationalräte Erich von Siebenthal und Markus Ritter sowie Saanen-Bank-Vizedirektor Urs Zumbrunnen.

(Bild: Fritz Leuzinger)

Der durch die Saanen Bank (SB) organisierte Landwirtschaftsanlass im Hotel Landhaus stiess in bäuerlichen Kreisen auf grosses Interesse. SB-Direktor Jürg von Allmen freute sich: «Unser Anlass mit gegen 120 interessierten Bäuerinnen und Bauern aus dem Saanenland ist ein Erfolg, mindestens deren 80 haben wir erwartet. In der Landwirtschaft findet, gemessen an den relativ vielen anwesenden Jungbauern, ein erfreulicher Generationenwechsel statt.» Mit Bauernpräsident und CVP-Nationalrat Markus Ritter konnte ein Gastreferent mit grosser und vielseitiger Sachkompetenz in Wirtschaftsfragen mit Bezug zur Landwirtschaft angekündigt werden.

Am Anfang seines Referates blickte Ritter auf die in Windeseile gesammelten Unterschriften zur Initiative für Ernährungssicherheit zurück. Im unverfälschten Rheintalerdialekt appellierte er: «Zusammenzuhalten und gemeinsame Ziele in den Vordergrund zu stellen, ist wichtig. Die Landwirtschaft muss ihre Akzeptanz und die Beziehungen zu Konsumenten und Produzenten erhöhen.»

Zu den Handlungsfeldern des Schweizer Bauernverbandes als politische Vertretung gehört weiter die Wertschöpfung aus nachhaltiger Qualitätsproduktion verbunden mit einer Verbesserung der Einkommen und damit eine Gewährleistung der sozialen Absicherung von Bauernfamilien. «Unterschiedliche Modelle können erfolgreich sein.

Nicht die Grösse eines Landwirtschaftsbetriebs ist entscheidend, sondern die hohe Wertschöpfung, die wir mit unserer Tätigkeit erzielen», so Nationalrat Ritter. Aus der Schlussfolgerung des Bauernpräsidenten ging hervor, dass jeder Landwirtschaftsbetrieb seine Stärke hat und dass auch das Berggebiet mit seinen Produkten von hoher Qualität erfolgreich sein kann.

Angeregte Diskussion

Der einheimische SVP-Nationalrat und Bergbauer Erich von Siebenthal führte als Moderator durch die anschliessende angeregte Diskussionsrunde. Auf Fragen zum Waldgesetz, zur Einhaltung der Landschaftsqualität und zum Freihandelsabkommen mit China kamen postwendend Antworten. Auch beim anschliessenden Apéro der Saanen Bank bekam der Bauernpräsident zu spüren, wo in der Landwirtschaft des Saanenlandes der Schuh drückt.

Der 46-jährige Markus Ritter aus Altstätten SG ist seit 2011 CVP-Nationalrat und wurde 2012 Präsident des Schweizer Bauernverbandes. Er ist Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. Im Hauptort des St. Galler Rheintals bewirtschaftet Biobauer Ritter zusammen mit seiner Frau Heidi einen 28 Hektaren grossen Landwirtschaftsbetrieb mit 26 Milchkühen, 26 Stück Jungvieh zur Aufzucht und einigen Mutterschafen.

Auch ist er Imker mit 10 Bienenvölkern. Auf seinen zum grössten Teil Naturwiesen stehen über 200 Hochstammobstbäume. Ein Schwerpunkt seiner politischen Ziele ist: «Die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft so auszugestalten, dass die bäuerlichen Familienbetriebe ein vergleichbares Einkommen erzielen können.»

Berner Oberländer

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