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Nach Drohungen: Polizei gibt Entwarnung

Die Polizei gibt Entwarnung: Es gebe keinen Anhaltspunkt, dass die Drohungen, die an der Steffisburger Schulanlage Zulg an die Wände gesprayt wurden, wahr gemacht würden. Die Rede war von einem Amoklauf.

Letzte Woche an Steffisburger Schulhauswände geschmiert wurden, waren happig: Wie die Kantonspolizei gestern mitteilte, sprachen Unbekannte nicht nur Todesdrohungen gegen die Lehrerschaft aus, sondern kündigten für heute Dienstag auch einen Amoklauf an. Auch wenn die Täter noch nicht bekannt sind, gibt die Polizei Entwarnung: «Es haben sich bisher keine Hinweise darauf ergeben, dass die Drohungen wahr gemacht werden sollen», heisst es in einer Mitteilung, welche die Kantonspolizei gestern veröffentlichte. Hintergrund waren Schmierereien, welche am Wochenende vom 18. und 19.Oktober an Fenstern und Wänden der Schulanlage Zulg angebracht worden waren. Die Behörden von Steffisburg reichten darauf Strafanzeige ein.

Andere Fälle geklärt

Trotz der umfangreichen Ermittlungen durch die Kantonspolizei Bern konnte noch nicht herausgefunden werden, wer hinter den Schmierereien steckt. Laut Polizeisprecherin Ursula Stauffer arbeiteten letzte Woche im Durchschnitt täglich um die 20 Polizisten am Fall. Sie befragten unter anderem rund 30 Schüler und Schülerinnen. «Dazu kamen weitere Jugendliche», wie Stauffer ergänzt.

Dafür konnten aber zahlreiche weitere Sachbeschädigungen und Einbrüche der letzten Monate geklärt werden. «Wir sind derzeit damit beschäftigt, das genaue Ausmass der Sachbeschädigungen herauszufinden sowie die Anzahl der Beteiligten», erklärt Ursula Stauffer. Über die Summe der Schäden, welche die Vandalen angerichtet haben, konnte sie noch keine Auskünfte geben. Sie dürfte jedoch hoch sein: Allein im Jahr 2006 richteten Chaoten in Steffisburgs Schulen Schäden in der Höhe von über 18000 Franken an und klauten für über 9000 Franken Ware.

Polizei markiert Präsenz

Auch wenn es keine Anzeichen gebe, dass die Drohungen in die Tat umgesetzt werden könnten, sagt Polizeisprecherin Stauffer: «Wir haben gewisse Vorkehrungen getroffen.» Steffisburgs Bildungsvorsteherin Ursulina Huder wird diesbezüglich etwas präziser: «Die Polizei wird in den nächsten Tagen in den Schulanlagen Schönau und Zulg präsent sein.» Zusätzlich erhielten gestern alle Schüler der betroffenen Schulanlagen einen Brief mit nach Hause. «Darin informieren wir die Eltern über die getroffenen Massnahmen», erklärt Huder und betont: «Wir nehmen die Situation ernst, wollen aber keine Ängste schüren.»

Gleichzeitig ermuntert sie besorgte Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken. «Die Beurteilung der Situation durch die Polizei ist klar», betont Huder – wohl wissend, «dass wir niemanden zwingen können, zur Schule zu gehen, wenn er sich bedroht fühlt». – «Einen grossen Dank» adressiert Huder diesbezüglich zudem an die Lehrerschaft. «Dank der konstruktiven Zusammenarbeit konnten wir in den letzten Tagen einen fast normalen Schulbetrieb führen.»

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