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Neustart beim Freilichtmuseum Ballenberg

Die Trägerstiftung des Freilichtmuseums Ballenberg gibt sich schlankere Strukturen und hat zudem einen neuen Präsidenten gewählt: den Berner Oberländer Peter Flück.

Nach einem turbulenten letzten Jahr erneuert das Freilichtmuseum Ballenberg seine Strukturen.
Nach einem turbulenten letzten Jahr erneuert das Freilichtmuseum Ballenberg seine Strukturen.
zvg/Marcus Gyger

Das Schweizerische Freilichtmuseum Ballenberg zieht aus den Turbulenzen des vergangenen Jahrs die Konsequenzen. Das oberste Organ der Stiftung, der heute 70-köpfige Stiftungsrat, hat sich am Dienstag selber entmachtet. Er stimmte an einer ausserordentlichen Sitzung seiner Verkleinerung auf minimal sieben und maximal dreizehn Mitglieder zu. Dies im Rahmen einer Statutenrevision.

Der kleinere Stiftungsrat soll professioneller und effizienter arbeiten als die heutigen Leitungsorgane der Stiftung, der Vorstand und der geschäftsführende Ausschuss. Diese beiden Organe werden abgeschafft.

Die neuen Ballenberg-Statuten bringen auch eine klarere Trennung von Operativem und Strategischem. Ausdruck dafür ist, dass die aus der Gründerzeit der 1970-er Jahre stammenden Statuten von der Geschäftsordnung getrennt werden.

An der Versammlung stellte ein Stiftungsrat die Notwendigkeit der neuen Statuten in Frage - nur er stimmte aber gegen die von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten neuen Regeln.

Flück ersetzt Christen

Zum neuen Präsidenten des Stiftungsrats wählte der Rat noch in alter Zusammensetzung den 58-jährigen Berner Oberländer Peter Flück. Der frühere FDP-Präsident des Kantons Bern ersetzt den früheren Waadtländer FDP-Nationalrat Yves Christen.

Beide machten am Dienstag deutlich, dass die Krise des vergangenen Jahrs mit dem unerwarteten Abgang von Direktorin Katrin Rieder und dem Hüst und Hott rund um finanzielle Forderungen an den Bund eine Erneuerung der Stiftung nötig machten.

Das Vizepräsidium der Stiftung soll in absehbarer Zeit ein Romand übernehmen, doch hat sich bisher niemand finden lassen. Bis es soweit ist, bleibt Franz Brun auf diesem Posten.

Der neue Ballenberg-Stiftungsrat wird laut Flück in nächster Zeit aus sieben Personen bestehen. Dazu gehören Vertreter der Standortgemeinden Hofstetten und Brienzwiler, des Kantons Bern sowie der Stiftung Heimatwerkschule und der Ballenberg-Fördervereine.

Flück sprach von einer grossen Herausforderung und sagte am Rand der Versammlung auf Anfrage, in nächster Zeit werde er wohl etwa 30 Prozent seiner Zeit für den Ballenbeg einsetzen.

Neues Patronatskomitee

Die Ballenberg-Stiftung schafft mit den neuen Statuten auch ein neues Organ: Das Patronatskomitee. Es soll jene Rolle übernehmen, welche der schwerfällige Stiftungsrat heute wohl oder übel hat: Eine Lobby-Organisation fürs Museum mit Mitgliedern aus der ganzen Schweiz.

Der Ende Jahr abtretende Luzerner CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger wird dieses Patronatskomitee präsidieren.

Keine Neuigkeiten gab es am Dienstag zum vakanten Direktionsposten: Flück wiederholte frühere Aussagen der Ballenberg-Stiftung, im Oktober werde die Nachfolge von Katrin Rieder gewählt.

Bekannt wurde aber ein weiterer Abgang aus der heute fünfköpfigen Geschäftsleitung: Mitglied Norbert Schmid verlässt im Sommer den Ballenberg, um eine neue Herausforderung anzunehmen.

SDA/mib

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