Oberhofen wegen Schmierereien in der Kritik

Oberhofen

Unbekannte Vandalen haben sich in Oberhofen an mehreren öffentlichen Gebäuden zu schaffen gemacht. Jetzt stellt sich die Frage: Wann verschwinden die Schmierereien wieder?

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Es war eine Nacht-und-Nebel-Aktion im Dezember: Eines Morgens waren mehrere öffentliche Gebäude mit hässlichen Schmierereien verunstaltet. Im Visier der unbekannten Vandalen waren unter anderem das Schulhaus Seeplatz, die Riderbachhalle und das Parkhaus Rider. Die Kreativität der zerstörungswütigen Zeitgenossen war überschaubar: So wurden unter anderem Hakenkreuze und frauenfeindliche Sprüche angebracht.

«Es geht viel zu lange!»

Einer, der sich über die Aktion auch heute noch fürchterlich aufregt, ist Hans Ulrich Bieri. Der Präsident der lokalen SVP-Sektion stört sich aber auch über die Lethargie aufseiten der Gemeindeverwaltung. «Es geht viel zu lange, bis etwas passiert.» Die Schmierereien würden Nachahmer animieren. «Sie müssen nun endlich verschwinden», fordert Bieri. Nicht zuletzt seien Schulkinder täglich damit konfrontiert, und auch in den Augen der Touristen würden sie kein besonders gutes Licht auf Oberhofen werfen.

Bei Gemeindepräsidentin

Sonja Reichen-Geiger (FDP) sind die sichtbaren Zeichen des Vandalenaktes von Mitte Dezember sehr wohl ein Thema. Sie verspricht denn auch, dass sie in Bälde übermalt werden. Dass dies bis jetzt noch nicht passiert ist, habe mehrere Gründe. «Einerseits musste die Polizei alle Spuren sichern. Dann ging es auch darum, die Versicherungsfrage zu klären», sagt Gemeindepräsidentin Reichen. Hinzu komme, dass es nicht so einfach sei, Schmierereien auf historischen Gebäuden zu übermalen. «Da braucht es eine spezielle Farbe, damit man keinen Unterschied zur restlichen Fläche sieht.»

Wer sind die Übeltäter?

Weiterhin unbekannt sind die Übeltäter. «Sie konnten bis jetzt nicht überführt werden», sagt Reichen. Eine naheliegende Vermutung sei, dass es sich um Jugendliche oder junge Erwachsene handle, die aus Langeweile, Gedankenlosigkeit oder unter Einfluss von Drogen gehandelt hätten. Im aktuellen «Oberhofner» liess der Gemeinderat eine Mitteilung publizieren, um die Bürger für das Problem Vandalismus zu sensibilisieren.

Thuner Tagblatt

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