Zum Hauptinhalt springen

Per Helikopter zum Fest

Rund 2000 Personen besuchen die Lauberhornrennen per Helikopter.

Aufmarsch der Helikopter: Die Lauberhornschulter am Freitagmittag.
Aufmarsch der Helikopter: Die Lauberhornschulter am Freitagmittag.

Lauberhornwoche ist auch Flugwoche. Und das seit Jahren. So führt die Patrouille Suisse, das Aushängeschild der Schweizer Luftwaffe, dieses Jahr ihr Kunstflugprogramm bereits im elften Jahr vor. Die Tiger F5 sind aber klar in der Minderheit. Während des Lauberhorn-Wochenendes ist fast den ganzen Tag lang irgendwo ein Helikopter zu sehen – oder zumindest zu hören. Und sie kommen aus allen Ecken der Schweiz – so auch aus Graubünden: «Wir fliegen mit neun Maschinen ins Berner Oberland und ermöglichen so 45 Fluggästen den Besuch des Lauberhornrennens», bestätigt Air-Grischa-Einsatzleiter Peter Aliesch. Unter den Passagieren befindet sich auch der ehemalige Schweizer Weltcupfahrer Franco Cavegn.

Hilfe von auswärts

Die einheimischen Helikopterunternehmen bewältigen wohl den grössten Teil der fliegenden Lauberhorn-Besucher. So führt die Air-Glaciers Lauterbrunnen von Donnerstag bis Samstag in rund 200 Rotationen gegen 1000 Personen zum Start an der Lauberhornschulter. Davon werden allein heute Samstag in 160 Rotationen 850 Personen befördert. Entsprechend hat die Air-Glaciers ihre Flotte während der Lauberhorn-Woche verstärkt: «Wir können auf die Unterstützung der Air-Zermatt und der Air-Gotthard zählen und verfügen so über zwei Alouette-Helikopter, drei Lama, drei B4 und eine B3», sagt Basisleiter Christian von Allmen. Die Air-Glaciers bewältigt auch die Materialtransporte für den Veranstalter und das Schweizer Fernsehen, was bis zu 80 Tonnen an Flugtransportgut ausmacht. Von Allmen: «Wir generieren allein in der Lauberhorn-Woche bis zu acht Prozent unseres Jahresumsatzes.»

Die benachbarte Berner Oberländer Helikopter AG (Bohag) in Gsteigwiler befördert etwas weniger Flugpassagiere. Sie hat heute Samstag zehn bis zwölf Maschinen im Einsatz. Geschäftsführer Daniel Sulzer: «Bei optimalen Verhältnissen transportieren wir über 800 Personen.» Lauberhorn-OK-Chef Viktor Gertsch zu den Taxiflügen: «Es scheint eine Zeiterscheinung zu sein, dass vermögende Rennbesucher heutzutage keine Zeit mehr haben und auf diesem Weg schnell und mühelos zum Lauberhorn gelangen können.»

«Nur noch riesiges Business»

Die Umweltorganisationen schauen dem fliegenden Treiben am Lauberhorn konsterniert zu: «Es geht hier nicht mehr um Sport. Es ist nur noch ein riesiges Business, und die Fliegerei ist ein Teil davon», sagt Elsbeth Flüeler von Mountain Wilderness: «Ein kleiner Trost ist, dass es sich nur um eine kurze Zeit im Jahr handelt. Aber die Taxifliegerei ist ein leidiges Thema.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch