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Pflegezentrum wird zum Heim

Im Pflegezentrum Oberdiessbach stehen die Zeichen auf Umbruch: In den kommenden Jahren soll der Wechsel vom Spital zum Heim auch baulich vollzogen werden. Noch ist man aber auf der Suche nach Geldgebern.

Im Pflege- und Betreuungszentrum Oberdiessbach stehen zahlreiche Änderungen an: Ab 2012 soll das ehemalige Spital umgebaut und saniert werden.
Im Pflege- und Betreuungszentrum Oberdiessbach stehen zahlreiche Änderungen an: Ab 2012 soll das ehemalige Spital umgebaut und saniert werden.
Lilly Toriola

Vor 20 Jahren wurde es als Spital gebaut, inzwischen hat sich das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Oberdiessbach zum Heim für ältere Menschen entwickelt, die auf dauernde Pflege angewiesen sind. Seit dieser Wandel 2001 eingesetzt hat, stehen im PBZ Oberdiessbach zahlreiche Räume wie beispielsweise der Operationssaal leer, und die Infrastruktur entspricht nicht mehr den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Pflegepersonals.

In den kommenden Jahren soll der Wandel vom Spital zum Heim deshalb auch baulich vollzogen werden. Für rund 20 Millionen Franken wird beispielsweise der ehemalige Operationssaal umgebaut, es sollen mehrere neue Zimmer und eine neue Abteilung entstehen oder die Fassade renoviert werden.

Bessere Auslastung

Als das Spital vor über 20 Jahren konzipiert wurde, hatten die Verantwortlichen mehrheitlich Zweibett- oder sogar Drei- und Vierbettzimmer geplant. «Heute besteht das Bedürfnis in erster Linie nach Einzelzimmern», sagt Ulrich Moser, Direktor des PBZ Oberdiessbach. Momentan seien viele Bewohner alleine in Mehrbettzimmern untergebracht, die Auslastung des PBZ Oberdiessbach, das heute rund 140 Mitarbeitende beschäftigt, deshalb nicht optimal. «Wir wären eigentlich für 93 Bewohner ausgelegt, haben aktuell aber nur rund 80 Betten belegt», erklärt Ulrich Moser.

Um wieder die 93 vom Kanton erlaubten Plätze besetzen zu können, sollen deshalb beispielsweise an Stelle des heute leeren, 400 Quadratmeter umfassenden Operationssaals neue Zimmer entstehen. «Wir planen zudem einen Erweiterungsbau», sagt Moser. In den zusätzlichen Räumlichkeiten könnte auch die neue Demenzabteilung Platz finden. Das PBZ nimmt zwar bereits heute demente Bewohner auf, mit einer modernen Abteilung soll deren Bedürfnisse aber noch stärker Rechnung getragen werden, erklärt Direktor Ulrich Moser.

Problem Finanzierung

Aktuell läuft der Architekturwettbewerb, an dem zwölf Bewerber aus der ganzen Schweiz beteiligt sind. Im März findet die Jurierung statt, danach wird das Projekt ausgearbeitet. «Wenn alles gut läuft, können wir im Herbst oder Winter 2012 mit dem Umbau beginnen», sagt Direktor Ulrich Moser.

Bevor damit losgelegt werden kann, gilt es allerdings noch ein Problem zu lösen: «Wir müssen zunächst noch die Finanzierungsfrage klären», erklärt Ulrich Moser. Denn: Bisher hat jeweils der Kanton die Kosten für derartige Umbauten finanziert. Ab Mitte 2010 unterstützt der Kanton Pflegeheime nicht mehr mit Investitionsbeiträgen. Das PBZ sucht nun nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten.

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