Zum Hauptinhalt springen

Planzonen, aber kein Baustopp

Der Gemeinderat hat alle sechs Gemeindebezirke mit einer Planungszone (PZ) belegt – aber nicht zum Zweck eines Baustopps. Er will mit der PZ erreichen, dass während der laufenden Ortsplanungsrevision alle Baugesuche gleich behandelt werden.

Blick auf das Hotel Eiger: In der gleichen Überbauungsordnung liegen auch andere Hotels, die bei allfälligen Bauvorhaben die gleichen Rechte haben sollen.
Blick auf das Hotel Eiger: In der gleichen Überbauungsordnung liegen auch andere Hotels, die bei allfälligen Bauvorhaben die gleichen Rechte haben sollen.
Ferdinand Waespe

«Es stimmt schlicht nicht, dass wir mit der beschlossenen Planungszone einen Baustopp verhängen», sagte Gemeindepräsident Peter Wälchli an einer Koordinationssitzung des Gemeinderates von Lauterbrunnen. Die Gemeindebehörde wolle klar informieren, um allfällig in Umlauf gesetzten Gerüchten entgegentreten zu können. Die vom Kanton empfohlene zweijährige Planungszone sei eine Art zusätzlicher Filter während der laufenden Ortsplanungsrevision, erläuterten Peter Wälchli und Bauverwalter Peter Staub. Alle seit etwa Juni dieses Jahres eingereichten Baugesuche müssten anhand der PZ beurteilt werden. Damit soll verhindert werden, dass die zukünftige baurechtliche Grundordnung zum Voraus untergraben werden kann. Auch in der Zeit der PZ sollen Baugesuche speditiv behandelt werden können. Im Falle eines Wohnungsbaus hat die Gemeindebehörde einzig die zusätzliche Auflage des Erstwohnungsanteils beziehungsweise die Bestimmungen der Hotelzone zu berücksichtigen. «Ein bereits bewilligtes Bauvorhaben ist von der PZ nicht betroffen, sofern das Projekt nicht ändert – auch alle Baugesuche, die nicht von der Zweitwohnungsproblematik betroffen sind», betonte Peter Wälchli. Die Belegung aller Zonenpläne mit einer Planungszone sei die Fortsetzung der Ende August erlassenen Planungszone Hotel Silberhorn Wengen, gab der Gemeindepräsident zu bedenken. Der Hotelbesitzer habe ein Baugesuch für Wohnungen eingereicht, die dann eben als Hotelbetten fehlen und den in der laufenden Ortsplanung vorgesehenen Massnahmen nicht entsprechen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.