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Protest nützte nichts: Der Falken wird verkauft

Nach der Protestaktion von Bewohnern des Altersheims Falken hat sich die neue WIA-Führung ausgesprochen. Fazit: Der Seniorenbetrieb wird aufgegeben und die Liegenschaft verkauft.

Wird trotzdem verkauft: Der Falken im Thuner Bälliz geht Ende 2013 an die AEK Bank 1826, das Seniorenheim wird geschlossen.
Wird trotzdem verkauft: Der Falken im Thuner Bälliz geht Ende 2013 an die AEK Bank 1826, das Seniorenheim wird geschlossen.
Patric Spahni

Am 13.Februar informierten der neue Verwaltungsratspräsident der WIA Wohnen im Alter AG, Beat Straubhaar, gemeinsam mit Heinz Aebersold, Präsident der Stiftung Wohnen im Alter Thun, die Falken-Bewohner über die neue Strategie und die geplante Schliessung des Altersheims per 31. Dezember 2013. Bei dieser internen Infoveranstaltung kam es seitens der Heimbewohner zu Protesten. Anwesend war auch Hansruedi Bolliger, pensionierter Architekt und regelmässiger Gast des Hauses. Bolliger, der sich für die Heimbewohner einsetzt und überzeugt ist, dass eine Gesamtsanierung der Liegenschaft «massiv günstiger kommt als von der WIA dargelegt», verlangte, dass das Seniorenheim nicht aufgegeben und als Genossenschaft weitergeführt werden solle.

Im Nachgang zur Protestaktion traf sich die neue WIA-Führung mit Hansruedi Bolliger und einer Falken-Delegation am 1. März zum Gespräch. WIA-Verwaltungsratspräsident Beat Straubhaar und Stiftungsratspräsident Heinz Aebersold machten dabei noch einmal deutlich, dass der Falken-Verkauf auf einer breit abgestützten Analyse aufgrund umfassender Abklärungen beruhe, hält die WIA in einer Medienmitteilung fest. Der Verkauf der Liegenschaft an die AEK Bank 1826 habe viele Gründe.

«Sanierung nicht tragbar»

Der Seniorenbetrieb, welcher im Besitz der Stiftung Wohnen im Alter Thun ist, werde aufgegeben, weil eine Gesamtsanierung für die WIA Wohnen im Alter AG betriebswirtschaftlich absolut nicht tragbar sei. Beat Straubhaar sagt dazu: «Um alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, müssten alle Zimmer saniert und vergrössert werden. Hinzu kommen feuerpolizeiliche Aspekte sowie Auflagen zur Erdbebensicherheit.» Nach allen baulichen und denkmalpflegerischen Abklärungen sei klar geworden, dass eine Sanierung finanziell nicht zu verantworten wäre, so Beat Straubhaar. Entsprechend habe die WIA-Führung am Gespräch noch einmal festgehalten, dass ein Verkauf des Traditionshauses im Bälliz 46 unumgänglich sei.

pd/TT

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