Schwarzarbeit: Gipser sind weg

Thun

Die Firma, die beim Pestalozzi-Schulhaus in Thun offenbar Schwarzarbeiter beschäftigt hat, hat die Baustelle verlassen. Sie hat jedoch die Möglichkeit, sich gegen den Rausschmiss durch die Stadt zu wehren.

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Bis Montagmorgen musste die Firma, die auf der Baustelle beim Pestalozzi-Schulhaus in Thun offenbar Schwarzarbeiter beschäftigt hatte, sämtliche Arbeiten auf der Schulanlage eingestellt haben.

Laut Konrad Hädener (CVP), als Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften im Thuner Gemeinderat zuständig für die Angelegenheit, hat die Firma dieser superprovisorischen Verfügung durch die Stadt Thun Folge geleistet. «Gleichzeitig hat die Firma angekündigt, fristgerecht bis Anfang nächster Woche ihre Stellungnahme in der Sache einzureichen», sagt Hädener. Erst danach könne entschieden werden, ob und wie die verbleibenden Arbeiten neu vergeben werden.

Die Stadt Thun als Bauherrin sanktioniert die Firma aus dem Kanton Bern, weil sie mehrere Arbeiter aus zwei anderen Firmen beigezogen hatte, ohne die Zustimmung der Stadt einzuholen. Dazu wäre die Firma, deren Name die Stadt nicht preisgibt, jedoch verpflichtet gewesen. Einzelne dieser Arbeiter waren zudem nicht berechtigt, in der Schweiz zu arbeiten.

Mit den getroffenen Massnahmen nimmt die Stadt eine Verzögerung der Arbeiten beim Pestalozzi-Schulhaus in Kauf. Ein Einfluss auf den Endtermin sei zwar unwahrscheinlich, könne aber nicht ausgeschlossen werden. Gegenwärtig sind etwa neunzig Prozent der vertraglich bestellten Gipserarbeiten ausgeführt.

Die Bauarbeiten, die im Herbst 2013 begannen, sollen im Sommer abgeschlossen werden und kosten rund 21,5 Millionen Franken.

maz/rop/TT

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