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Simon Raaflaub auf Briefmarke der Post

Die schweizerische Post hat für die Olympiade und die Paralympics je eine Sonder-Briefmarke herausgegeben. Der 24-jährige Simon Raaflaub aus Feutersoey vertritt auf der Marke die körperlich behinderten Rennsportler.

Die Post hat die Sonderbriefmarke «Paraolympic Games Vancouver 2010» diesen Monat herausgegeben. Abgebildet ist der Feutersoeyer Simon Raaflaub.
Die Post hat die Sonderbriefmarke «Paraolympic Games Vancouver 2010» diesen Monat herausgegeben. Abgebildet ist der Feutersoeyer Simon Raaflaub.
zvg

Simon Raafaub ist von den zwei Briefmarken der Post begeistert. «Dass die Post die Olympiade und die Paralympics auf das gleiche Level stellt, ist ein grosser Schritt für die Integration,» sagt der Alpine Skifahrer Raaflaub. Bei ihm musste mit elf Jahren ein Bein amputiert werden. Der Grund dafür war Knochenkrebs, welcher nach einem Beinbruch diagnostiziert wurde. Der heute 24-Jährige hat sich nicht unterkriegen lassen. Mit einer positiven Lebenseinstellung ist er schon ein Jahr später auf den Skiern gestanden und nach wiederum einem Jahr wurde er von der Nationalmannschaft des «Swiss Disabled Ski Teams» aufgenommen. Seither fährt er jeden Winter erfolgreich Rennen. Er hat schon an den Paraolympics 2002 und 2006 teilgenommen. Im nächsten März wird er an den Paraolympics in Vancouver, Canada, die Schweiz ein drittes Mal vertreten.

Der Post wurden verschiedene offizielle Bilder der Rennsportler zur Auswahl vorgelegt. Eine fachmännische Jury hat sich für das Bild von Simon Raaflaub entschieden. Simon Raaflaub ist stolz, dass er den Behindertensport repräsentieren darf. Die Marke mit dem Wert von 1.30 Franken ist erst kürzlich auf den Markt gekommen. Die Olympischen Spiele werden mit einer Ein-Franken-Marke durch einen Zweierbob vertreten.

Verhandlungen im Gange

Simon Raaflaub denkt, dass Sport ein gutes Mittel ist, um Behinderte in der Welt besser zu integrieren. Er weiss, dass in Österreich und in den USA die Integration weiter fortgeschritten ist als in der Schweiz. Sie produzieren zusammen Werbespots und treten zusammen auf. Dadurch werden die Ressourcen gebündelt und können schlagkräftig eingesetzt werden. In der Schweiz aber gibt es verschiedene Organisationen, in welche behinderte Sportler zusammengeschlossen sind. Dies führe zu einer Verzettelung. Trotz Verhandlungen mit «Swissski» ist den dem Verband «Swiss Disabled Ski Team» der Schritt zum Zusammenschluss von Behinderten- und Nicht-Behindertensport noch nicht gelungen.

Raaflaub denkt, dass Integration schon im Kindergarten und in der Schule gelebt werden sollte. «Wir müssen aufeinander zugehen und voneinander profitieren!» Er will Grenzen abbauen: «Wenn ein Behinderter ein selbstsicheres Auftreten hat, sollte man, ihn ansprechen, ihm Fragen stellen», ermutigt er die Menschen ohne Behinderung, einen Schritt auf Behinderte zuzugehen.

Nächstes Ziel: Studium

Simon Raaflaubs Jugend verbrachte er im Elternhaus in Feutersoey bei Gstaad. Er ist heute in Burgdorf wohnhaft und arbeitet in Bern. Sein nächstes Ziel nach den Paraolympics im nächsten Jahr ist das Studium. Er will die Prüfungen für den Studiengang Innenarchitektur/ Szenographie in Basel machen.

Blanca BurriInformationen: Die Sonder-Briefmarke mit dem Wert von 1.30 Franken kann unter www.diepost.ch/philashop bestellt werden.

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