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Sind sieben Gemeinderäte besser als fünf?

Wie könnte ein Gemeinderat mit sieben Mitgliedern aussehen? Antworten auf diese Frage hat der Gemeinderat Meiringen ausgearbeitet: Bildung, Soziales, Hochbau und Tiefbau würden demnach eigenständige Ressorts.

Bei der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 11.März haben die Meiringer Stimmbürger die vom Gemeinderat beantragte Verkleinerung auf fünf Gemeinderäte abgelehnt und eine Variante mit sieben Gemeinderäten bevorzugt (wir berichteten). Als Entscheidgrundlage wurde verlangt, dass an einer nächsten Gemeindeversammlung beide Modelle einander gegenübergestellt werden. Im Rahmen einer Klausurtagung hat der Gemeinderat nun gemeinsam mit der externen Beratungsfirma die Grundlagen für eine Organisationsform mit sieben Gemeinderäten ausgearbeitet.

In der Variante mit fünf Gemeinderäten wurden folgende Ressorts vorgeschlagen: Präsidiales, Finanzen, Bau, Bildung/ Soziales und Sicherheit. Bei der Variante mit sieben Gemeinderäten wurde das Ressort Bildung/Soziales wieder in zwei Ressorts und das Ressort Bau in ein Ressort Hochbau und Planung sowie in ein Ressort Tiefbau aufgeteilt.

Abstimmung am 10.Juni

Die erneute Beratung und Entscheidung zur Reorganisation findet an der ordentlichen Gemeindeversammlung am 10.Juni statt. Damit den Stimmbürgern genügend Zeit bleibt, sich ein Bild über die beiden Varianten zu machen, findet zuvor am Donnerstag, 22.April, eine Informationsveranstaltung statt, bei der die beiden Modelle einander gegenübergestellt werden und über die Details informiert wird. Dann besteht auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Der Gemeinderat Meiringen will nach eigenen Angaben mit einer Reorganisation von Gemeinderat und Verwaltung die Strukturen anpassen und die politischen Ämter attraktiver gestalten. Diese Reorganisation beinhaltet neben der Verkleinerung des Gemeinderats eine Anpassung der Behördenentschädigung sowie eine neue Organisationsstruktur auf Verwaltungsebene.

Heidi Trachsel für Fuchs

Aufgrund dieser Diskussionen zur Reorganisation hat die Gemeinde auch bislang mit der Stellenausschreibung für den Nachfolger des Gemeindeschreiber-Stellvertreters gewartet. Andreas Fuchs hat auf Ende Mai gekündigt, um eine neue berufliche Herausforderung zu übernehmen. Bis Ende Februar 2011 wird Heidi Trachsel, die elf Jahre Gemeindeschreiber-Stellvertreterin in Matten war, diese Aufgabe ab Juni in Meiringen übernehmen. Der Gemeinderat spricht in diesem Zusammenhang von einer «Übergangslösung», die er folgendermassen erklärt: Aufgrund der Entscheidung der ausserordentlichen Gemeindeversammlung könnten wichtige Entscheidungen der Reorganisation erst im Sommer getroffen werden. Bis dahin sollen ein Funktionendiagramm und Stellenbeschreibungen sowie eine optimale Lösung für alle Bereiche der Verwaltung ausgearbeitet werden. Die Stelle des Gemeindeschreiber-Stellvertreters wird dann im Herbst neu ausgeschrieben.

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