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Spiezwilertunnel: Motion nach Anfällen

«Es freut mich, wird mein Anliegen ernst genommen.» Das sagte eine Seniorin aus Frutigen im Thuner Tagblatt am 25. März 2009. Damals hatte der Kanton angekündigt, dem Problem im Spiezwilertunnel auf den Grund gehen zu wollen.

Mit ihrer Geschichte im BO und einem Brief an Regierungsrätin Barbara Egger (SP) hatte die Kandertalerin den Stein ins Rollen gebracht. Der Grund: Mitte Februar 2009 durchfuhr sie mit ihrem Gatten das damals 19-jährige Bauwerk, worauf er auf dem Beifahrersitz einen so heftigen epileptischen Anfall erlitt, dass er sich dabei das Becken brach. Die Frau wusste von einem zweiten ähnlichen Fall, der kaum ein halbes Jahr zurücklag. Was die Anfälle auslöste, war für die Frutigerin klar: Der sehr rasch wechselnde und für fotosensible Menschen gefährliche Lichteinfall – der sogenannte Stroboskop-Effekt – in der Galerie.

Das Echo auf den Bericht war gross: Viele Leserinnen und Leser meldeten sich und schrieben von Unwohlsein und Unbehagen im Tunnel. Sie forderten ebenso Massnahmen wie die betroffene Seniorin und die SVP-Grossräte Hans Schmid (Achseten) und Hans Rösti (Kandersteg). In einer Motion, die später einstimmig überwiesen wurde, forderten die Grossräte, dass das Unfallrisiko im Tunnel gesenkt wird. Das kantonale Tiefbauamt testete noch im Juni 2009 spezielle Blendschutznetze, um den irritierenden Lichteinfall zu minimieren. Da die Testphase positiv bewertet wurde, baute man im Oktober 2009 die Netze auf der gesamten Länge der Galerie ein.

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