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SVP tritt mit Raphael Lanz an

Als erste Thuner Partei ging die SVP gestern in

Er möchte ins Thuner Rathaus (im Hintergrund) einziehen: Raphael Lanz steigt bei den Wahlen am 28. November 2010 für die SVP ins Rennen um das Stadtpräsidium.
Er möchte ins Thuner Rathaus (im Hintergrund) einziehen: Raphael Lanz steigt bei den Wahlen am 28. November 2010 für die SVP ins Rennen um das Stadtpräsidium.
Patric Spahni

Thun hat einen ersten offiziellen Kandidaten für die Nachfolge des Stadtpräsidenten Hansueli von Allmen (SP): «Wir steigen mit Raphael Lanz ins Rennen ums Stadtpräsidium», verkündete gestern SVP-Präsident Ueli Jost vor den Medien. Die Parteiversammlung habe sich am Dienstag ohne Gegenstimme für Lanz ausgesprochen – und sei so dem Vorschlag des Vorstands gefolgt, der einzig Lanz vorgeschlagen hatte. Der Antrag, eine Kandidatur für die Wahlen vom 28. November 2010 aktiv anzugehen, sei bereits zu einem früheren Zeitpunkt von der Basis gekommen. Mit der frühen Nomination will die SVP laut Jost «für Klarheit sorgen und nicht länger abwarten und taktieren». Er lobte den Intellekt, die Bodenständigkeit und den Sinn fürs Machbare von Raphael Lanz.

«Neuer, frischer Wind»

«Ich habe mich seit einiger Zeit mit der Frage einer Kandidatur befasst. Nach einer Lagebeurteilung – auch mit der Familie – kam ich zum Schluss, dass jetzt eine gute Zeit dafür ist», führte der 41-Jährige Familienvater Lanz aus. Er wuchs in der Hauptgasse auf, ist seit 2002 Gerichtspräsident in Thun, seit 2007 Stadtrat und zurzeit dessen erster Vizepräsident sowie SVP-Fraktionschef. Lanz nannte seine emotionale Verbundenheit mit Thun als einer der Gründe, warum er antritt. Und: «Es wäre gut, wenn im Gemeinderat ein neuer, frischer Wind wehen würde.» Der Rat müsse als Team funktionieren und am gleichen Strick ziehen. Das Gesamtinteresse müsse im Vordergrund stehen, nicht das Gärtchendenken.

Raphael Lanz, was muss Ihrer Meinung nach in Thun anders werden? In der Politik werden gewisse Dinge seit langem angedacht, doch Resultate fehlen. Es braucht wahrscheinlich mehr Schwerpunktbildung, den Mut, auch mal zu sagen: Diesen Weg verfolgen wir nicht weiter, dafür setzen wir Prioritäten bei anderen Aufgaben.

Und wo würden Sie persönlich Schwerpunkte setzen? Ein Beispiel ist das Parkhaus im Schlossberg. Seit 2006, als die SVP eine Petition lancierte und viele Leute begeistert reagierten, sind wir nicht viel weiter. Es müsste doch möglich sein, dort Tempo zu machen.

Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, Stapi zu werden? Das ist schwierig zu beurteilen. Ich schaue das sportlich an – wie bei einem Fussballmatch: Wir treten an und sagen, wir wollen gewinnen. Wie es rauskommt, wissen wir nicht – aber das Resultat wollen wir ebenfalls sportlich nehmen.

Bürgerliche Mehrheit

Die SVP strebt bei den Wahlen 2010 eine erneute bürgerliche Mehrheit im Gemeinderat an. Und: «Die Zeit ist reif für ein bürgerliches Stadtpräsidium», ist SVP-Präsident Ueli Jost überzeugt. Die Kandidatur von Raphael Lanz schliesse eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien in Sachen Stadtpräsidium nicht aus – entsprechend seien die bürgerlichen Partner über die Nomination des Gerichtspräsidenten vorinformiert worden. Mit der BDP sei eine Zusammenarbeit nach der Abspaltung unwahrscheinlich: «Das würde die SVP-Basis nicht verstehen.» Es werde sich eine neue Ausgangslage ergeben, sobald BDP-Mitglieder legitim in Ämter gewählt seien.

Lanz will sein Wahlprogramm in der ersten Hälfte 2010 präsentieren.

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