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Unterwegs ins wundervolle Innere der Erde

16 Kinder und Erwachsene liessen sich am Sonntag von fünf Höhlenforschern ins Bärenloch führen. Dabei entdeckten sie ein Tierskelett, Mondmilch und eine Kathedrale -– und am Schluss freuten sie sich über Heidelbeeren.

Nebel hängen in den Tannen und kriechen durch die Farne ums Bärenloch, als die bunte Gruppe aus Höhlenforschern, Feriengästen und Neugierigen aus der Region in die Höhle hoch über der Waldegg einsteigt. Vorsichtig folgen die Neulinge Christoph Seiler von der Sektion Interlaken der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH). Seine Kollegen reihen sich in die Schlange ein, damit jeder Laie bei Bedarf sofort einen Profi bei der Hand hat. Albert Manetsch macht mit der freundlich goldenen Flamme seiner historischen Karbidlampe das Schlusslicht.

Zunächst bedeckt noch Moos die Geröllhalde, die in die Eingangshalle hinabführt. Auf einem flachen Felsbrocken liegen Rippen und Wirbelknochen eines Tieres, das sich vor langer Zeit zum Sterben hierher zurückgezogen hat. Die Höhle verengt sich zu einem Gang, und dann wird es schnell dunkel und schliesslich schwarz. Im Licht der Stirnlampen, die alle über ihren Helmen tragen, funkeln plötzlich wasserperlenbesetzte Wände; dann wieder schimmert der ganze Gang weiss – nicht umsonst heissen die feinen Ablagerungen «Mondmilch».

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