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Wanzen im WK: Rekruten desinfizieren

Nun ist klar, wer den Bettwanzen in Kandersteg den Garaus macht. Noch bis heute Mittag stehen elf Hygienespezialisten der Spitalschule aus Moudon im Einsatz, um das krabbelnde Problem in den WK-Unterkünften zu beheben.

Der Eingang zum Pfadfinderzentrum Kandersteg: Hier musste die Armee wegen Bettwanzenbefalls eingreifen.
Der Eingang zum Pfadfinderzentrum Kandersteg: Hier musste die Armee wegen Bettwanzenbefalls eingreifen.
Hans Rudolf Schneider

Mark Knippenberg, der Direktor des internationalen Pfadfinderzentrums in Kandersteg, sagte dieser Zeitung, dass das von Bettwanzen befallene Hauptgebäude des Zentrums diese Woche gänzlich desinfiziert werde – von der Armee. Dies, nachdem zahlreiche WK-Soldaten in ihrer Unterkunft gestochen worden waren und schliesslich gar umquartiert werden mussten (siehe Ausgabe von gestern). Nicht in Erfahrung zu bringen war, welche Einheit in Kandersteg den kleinen, Blut saugenden Parasiten auf den Pelz rückte.

Gestern nun folgte die Auflösung. Ein Mitarbeiter von Daniel Roubaty, Kommandant Lehrverband Logistik, liess im Auftrag des Brigadiers ausrichten, dass ein Zug Hygienespezialisten der Spitalschule 41 aus Moudon im Einsatz stehe. Diese wurden auf Antrag des Kommandanten des betroffenen und verstochenen Hauptquartierbataillons 11 nach Kandersteg beordert. «Da nicht klar war, ob die Wanzen vom Militär mitgebracht wurden, sagten wir dem Pfadizentrum, dass wir diesen Service anbieten können», erklärte gestern Sibylle Scheibler am Telefon. Sie ist die Fachlehrerin Hygiene, die seit letztem Mittwoch zusammen mit elf Rekruten und einem Unteroffizier gegen die Bettwanzen kämpft. Es sei ein Standardauftrag, der in die Ausbildung der Hygienespezialisten eingebaut werde. Und heute Mittag ist dieser laut Scheibler ausgeführt. «In erster Priorität haben wir die WK-Truppe und sämtliches Material desinfiziert. Dann war die Reihe an der Zivilschutzanlage sowie am Pfadfinderzentrum», sagte Sibylle Scheibler.

BZ/jss

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